Sonntag, 27.05.2012

Champions League: Kiel - Atletico 26:21

Omeyer gewinnt Kiel die Champions League

Der THW Kiel hat eine unfassbare Saison gekrönt. Die Zebras schlugen in einem hochklassigen, intensiv geführten Finale den Erzrivalen BM Atletico Madrid hochverdient mit 26:21. Überragend: Die Kieler Abwehr und Torhüter Thierry Omeyer mit mehr als 50 Prozent gehaltenen Würfen (21 Saves). In Hälfte eins glänzte Kim Andersson mit fünf Toren. Am Nachmittag hatten die Füchse Berlin nach dem Halbzeit-Krimi gegen den THW auch das kleine Finale verloren: Gegen den dänischen Meister AG Kopenhagen waren die Berliner mit 21:26 (9:13) chancenlos.

Thierry Omeyer hielt im CL-Finale gegen Atletico Madrid mehr als 50 Prozent der Würfe auf sein Tor
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Thierry Omeyer hielt im CL-Finale gegen Atletico Madrid mehr als 50 Prozent der Würfe auf sein Tor

Die Handballer des THW Kiel haben ihre erfolgreiche Saison gekrönt und zum dritten Mal nach 2007 und 2010 die Champions League gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason setzte sich im Endspiel des Final Four in Köln 26:21 (13:10) gegen den spanischen Spitzenklub Atletico Madrid durch und fuhr ihren dritten Titel der laufenden Saison ein.

Zuvor hatte der THW bereits den vorzeitigen Gewinn der deutschen Meisterschaft und den Sieg im DHB-Pokal gefeiert. Das Triple war den Kielern bislang einzig 2007 gelungen.

Kim Andersson Topscorer

"Wenn man das Triple zweimal holt, ist das eine sehr respektable Leistung. Ich freue mich für den THW. Die Mannschaft und Trainer Alfred Gislason sind für ihre harte Arbeit belohnt worden", sagte Bundestrainer Martin Heuberger, der das Finale als einer der 20.000 Zuschauer in der ausverkauften Kölner Arena verfolgt hatte.

Bester THW-Werfer im insgesamt sechsten Champions-League-Endspiel der Kieler Klubgeschichte war Kim Andersson mit sieben Treffern. Bei Atletico brachte es Kiril Lazarov auf fünf Tore.

THW-Torhüter Omeyer mit überragender Leistung

Der deutsche Rekordmeister hatte zunächst Probleme, seinen Rhythmus zu finden. Besonders der ehemalige Welthandballer Filip Jicha leistete sich in der Anfangsphase zahlreiche Fehlwürfe. Angeführt von Andersson bekamen die Kieler Gegner und Nerven dann aber immer besser in den Griff. "Wir sind der THW. Wir sind immer titelgeil", hatte der schwedische Rückraumstar vor dem Turnier getönt. Nun ließ er Taten folgen. Andersson verwandelte alle seiner ersten fünf Würfe und brachte sein Team in der 19. Minuten erstmals in Führung.

Atletico wehrte sich in der Folgezeit zwar weiter nach Kräften, scheiterte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Kieler Schlussmann Thierry Omeyer. Der verlustpunktfreie Spitzenreiter der Bundesliga zog in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs Tor um Tor davon und ging schließlich mit einem Polster von drei Treffern in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel verteidigte Omeyer den Vorsprung zunächst fast im Alleingang und brachte die Spanier mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Als auch der THW-Angriff dann an Fahrt aufnahm, war der Kieler Sieg nicht mehr gefährdet.

Kopenhagen für Füchse zu stark

Die Füchse Berlin schlossen das Final Four derweil auf dem vierten Platz ab. Einen Tag nach dem bitteren 24:25 in der Vorschlussrunde gegen den THW verlor der Bundesligadritte am Sonntag auch das kleine Finale gegen den dänischen Meister AG Kopenhagen 21:26 (9:13). Trotz der beiden Niederlagen war die Teilnahme am Endturnier der Königsklasse der bisher größte Erfolg in der Geschichte des Hauptstadtklubs.

"Dennoch überwiegt vor allem Enttäuschung", sagte Nationaltorhüter Silvio Heinevetter: "Wir waren auch gegen Kopenhagen nicht chancenlos, haben aber einfach zu viele Bälle weggeworfen. Jewgeni Pewnow, mit fünf Treffer bester Schütze gegen die Dänen, ergänzte: "Jetzt konzentrieren wir uns auf das Bundesligaspiel am Mittwoch gegen Lemgo. Wenn wir das gewinnen, sind wir in der kommenden Saison wieder sicher in der Champions League dabei. Das ist unser großes Ziel."

Das Endspiel gegen den Erzrivalen im Re-Live

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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