Sieg in Göppingen

Kiel braucht noch einen Sieg zum Titel

SID
Mittwoch, 18.04.2012 | 21:54 Uhr
War mal wieder beste Werfer beim Tabellenführer aus Kiel: Filip Jicha
© Getty
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Der THW Kiel kann den Champagner für seine 17. Feier als deutscher Handballmeister schon einmal kalt stellen. Nach dem 33:23 (15:13) beim Altmeister Frisch Auf Göppingen fehlt dem Team von Trainer Alfred Gislason nur noch ein Sieg.

Da gleichzeitig die SG Flensburg-Handwitt beim VfL Gummersbach mit 32:30 (15:14) siegte, muss Kiel seine Meisterfeier auf den 1. Mai im Heimspiel gegen den SC Magdeburg vertagen. Dann reicht ein Sieg auf jeden Fall, aufgrund der sehr guten Tordifferenz aber wohl auch schon ein Punkt zum Titel.

"Es war ein schwieriges Spiel, wir haben verdient gewonnen, aber nicht in dieser Höhe", hatte Gislason durchaus Komplimente für den Gegner parat. "Es hat lange gedauert, bis wir uns absetzen konnten", lautete sein Fazit. "Jetzt wollen wir auch gegen Magdeburg gewinnen und die Meisterschaft einfahren."

28. Spiel ohne Punktverlust

Göppingen konnte gegen den Angriffswirbel der Kieler wenig entgegen setzen. "Vom Ergebnis bin ich enttäuscht, aber nicht von der Leistung meiner Mannschaft", sagte Frisch-Auf-Trainer Velimir Petkovic.

Der Rekordmeister von der Förde blieb damit auch im 28. Meisterschaftsspiel in dieser Saison ohne Punktverlust, hatte aber schon das Auswärtsspiel im Viertelfinale der Champions League am kommenden Samstag bei den Kroaten von RK Zagreb im Kopf.

Jicha wieder bester Werfer

Die Gastgeber gingen in der in dieser Saison mit 5.600 Zuschauern erstmals restlos ausverkauften Halle in Göppingen zwar in der ersten Spielminute mit 1:0 in Führung, doch danach bestimmte Kiel das Geschehen.

Immer wenn Frisch Auf verkürzen konnte, drehte der THW kurz auf und sorgte wieder für eine sichere Führung. Allerdings musste Trainer Velimir Petkovic bei den Hausherren auf gleich vier seiner besten Akteure wegen Verletzung verzichten.

Bester Torschütze beim kommenden Meister war mit sieben Treffern (davon zwei Strafwürfe) Filip Jicha. Göppingen hatte in Momir Rnic mit acht Toren (davon zwei Strafwürfe) seinen besten Werfer.

Füchse Berlin nun auf Platz drei

Den dritten Platz, der direkt zur Champions-League-Teilnahme berechtigt, belegen nun wieder die Füchse Berlin. Die Füchse gewannen ihr Heimspiel gegen den Tabellen-16. Bergischer HC ungefährdet 35:27 (19:11).

Damit ist der HSV Hamburg, der am Dienstag einen 31:30-Erfolg gegen den TBV Lemgo vorgelegt hatte, wieder auf den vierten Rang zurückgefallen. Auf Rang fünf stehen unverändert die Rhein-Neckar Löwen, die bei Absteiger Eintracht Hildesheim klar mit 38:25 (22:12) siegten.

Handball-Bundesliga: Die Tabelle im Überblick

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