Füchse feiern Viertelfinaleinzug in der Champions League

HSV geht an Krücken: Kreuzbandriss bei Bitter

SID
Montag, 26.03.2012 | 16:22 Uhr
Da kann auch Pascal Hens (M.) nicht helfen: Für Johannes Bitter ist das Jahr gelaufen
© Getty
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Die Szene spiegelte die Gesamtsituation: Hier feiernde Berliner Handballer, die den Sprung ins Champions-League-Viertelfinale schafften - dort der verletzte HSV-Torhüter Johannes Bitter, bei dem sich der Verdacht auf einen Kreuzbandriss am Montag leider bestätigte. Nach der 23:24 (11:10)-Niederlage in eigener Halle geht der HSV in jeder Hinsicht an Krücken.

"Ein Spiel dauert eben 60 Minuten und nicht 40", sagte Torsten Jansen in Anspielung auf die verspielte Fünf-Tore-Führung (17:12). "In den letzten 20 Minuten haben wir einfach zu viele klare Chancen nicht genutzt."

Er sprach ruhig und zurückhaltend, schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf. Der Schock war ihm anzusehen.

Auch der reaktivierte Trainer Martin Schwalb wollte kaum reden: "Wir sollten gar nicht viele Worte verlieren, sondern einfach anerkennen, dass Berlin in beiden Spielen die bessere Mannschaft war", sagte der Meister-Trainer des Vorjahres, der den Einsatzwillen seiner Mannschaft trotzdem lobte.

Kreuzbandriss fünf Minuten vor Schluss

Schwalbs größte Sorge gilt Keeper Bitter. Nur drei Minuten, nachdem der frühere Nationalspieler Dan Beutler abgelöst hatte (53.), sackte er nach einer Parade plötzlich zusammen und hielt sich das rechte Knie. "Wir müssen die Untersuchung abwarten. Aber ich glaube nicht, dass es sonderlich positiv ist", meinte Schwalb.

Die Befürchtungen bestätigten sich: Bitter hat einen Kreuzbandriss im rechten Knie davongetragen und fällt laut Aussage des behandelnden Arztes, Oliver Dierk, acht Monate aus. Bei einer Abwehraktion fünf Minuten vor dem Schlusspfiff zog sich der 2,05 Meter große Bitter die Verletzung zu. "Das ist natürlich großer Mist", sagte der frühere Nationalspieler, der am Donnerstag in Bad Griesbach operiert werden soll. Zum Auswärtsspiel am Mittwoch in Balingen soll U23-Torhüter Florian Meier mitfahren.

Es passt zur verkorksten Saison des HSV, dass Bitter lange ausfallen wird und Ersatz gesucht werden muss. Dabei steht schon am Mittwoch das Auswärtsspiel bei Balingen-Weilstetten an. Keinesfalls möchte Schwalb mit Beutler als einzigem Torhüter antreten: "Wir sind leider nicht so breit aufgestellt, dass wir einfach einen neuen Torhüter aus dem Hut zaubern können."

Hanning: "Das Wunder von Berlin lebt weiter"

Die Füchse dagegen waren nach dem größten Erfolg der Klubgeschichte in ausgelassener Feierlaune. "Es ist ein ganz besonderer Moment für uns. Das Wunder von Berlin lebt weiter", sagte Manager Bob Hanning. Torhüter Silvio Heinevetter fand vor Begeisterung kaum die richtigen Worte. "Einfach unglaublich, geil", sagte er immer wieder und wusste nicht, welchen seiner Mannschaftskameraden er zuerst loben sollte.

Zum Beispiel Alexander Petersson, der nach zweimonatiger Verletzungspause bei vier Würfen vier Tore erzielte. Oder Ivan Nincevic, der sich in der Schlussphase als Spielmacher entpuppte. Dabei vergaß Heinevetter ganz, sich selbst zu erwähnen: Mit 21 Paraden (48 Prozent) zeigte er eine Topleistung. "Das war Glück. Und vielleicht ein wenig Cleverness."

Als die Berliner mit fünf Toren im Rückstand lagen, war davon allerdings wenig zu spüren. "Die Halle stand Kopf, die HSV-Spieler wollten das Ding zumachen. Wir hatten in dieser Phase ein bisschen Angst vor der Kulisse und vor einer möglichen Blamage", gestand Heinevetter. Das Viertelfinale, das auch der THW Kiel und der FC Barcelona erreichten, wird am Dienstag in Wien ausgelost.

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