DHB-Pleite beim Supercup gegen Dänemark

Heuberger verliert beim Debüt als Bundestrainer

SID
Donnerstag, 03.11.2011 | 22:05 Uhr
Auch Pascal Hens konnte die Niederlage gegen Dänemark nicht verhindern
© Getty
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Trotz einer über weite Strecken guten Leistung gab es für Martin Heuberger am Ende nichts Zählbares: 26:29 (14:13) verloren die deutschen Handballer mit ihrem neuen Bundestrainer gegen Vizeweltmeister Dänemark zum Auftakt des Supercups.

Erfolgreichste Torschützen des deutschen Teams in Berlin waren Rechtsaußen Patrick Groetzki (6 Tore) und Linksaußen Uwe Gensheimer (5). Auf Seiten Dänemarks war Hans Lindberg vom deutschen Meister HSV Hamburg bester Werfer (6).

"In der zweiten Halbzeit haben wir vergessen, unser Tempospiel zu machen. Wir mussten viel für ein Tor kämpfen, die Dänen haben einfache Tore gemacht. So weit sind wir noch nicht. Wir haben einige Fehler gemacht, aber der Weg ist gut", sagte Heuberger.

Kapitän Pascal Hens erklärte: "Natürlich hätten wir lieber gewonnen, aber wir haben gegen einen starken Gegner gespielt. Insgesamt war es eine ordentliche Leistung." Im zweiten Spiel bezwang der WM-Dritte Spanien den WM-Vierten Schweden 25:23 (13:8).

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Heuberger mit einer Überraschung

Gleich zu Beginn überraschte Heuberger die 4428 Zuschauer in der nur halb gefüllten Max-Schmeling-Halle. Anstatt der gewohnten 6:0-Deckung ließ der neue Bundestrainer in einer deutlich offensiveren 5:1-Formation mit dem Kieler Dominik Klein auf der Spitze verteidigen.

Auch in der Aufstellung gab es Überraschendes: Anstelle des Kapitäns Pascal Hens (Hamburg) schickte Heuberger den Berliner Sven-Sören Christophersen im linken Rückraum auf die Platte. Am Kreis erhielt Rückkehrer Christoph Theuerkauf seine Chance.

DHB: Viel Spielwitz in der Offensive

Die Maßnahmen des Bundestrainers zahlten sich zunächst aus. Über 4:2 (4. Minute) und 9:5 (12.) zog die deutsche Mannschaft vor den Augen von DHB-Manager Heiner Brand bis Mitte der ersten Halbzeit auf 10:5 davon. Vor allem Theuerkauf und Spielmacher Michael Haaß überzeugten mit Spielwitz im Angriff. Klein ließ das dänische Angriffsspiel als vorgezogener Störenfried in der Deckung nicht zur Entfaltung kommen.

Im weiteren Spielverlauf steigerte sich der dänische Vizeweltmeister zunehmend und überlistete die deutsche Deckung immer wieder mit einfachen Toren. Bis zur Halbzeit schmolz die Führung des DHB-Teams auf einen Treffer.

Dänen kämpfen sich zurück

Im zweiten Abschnitt übernahmen die Dänen zunächst das Kommando. Nach 38 Minuten gingen sie erstmals mit zwei Toren in Führung (15:17). Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem keines der beiden Teams entscheidend davonzog. Erst in den letzten fünf Minuten sorgte Dänemark für die Entscheidung.

Das Spiel gegen Dänemark markierte den Beginn einer neuen Handball-Ära. Nachdem Weltmeistercoach Brand 14 Jahre das Gesicht der Nationalmannschaft gewesen war, soll Heuberger das Team zurück in die Erfolgsspur bringen.

Vorrangiges Ziel ist die Europameisterschaft im Januar in Serbien, bei der das deutsche Team noch einen der beiden Plätze erreichen will, die zur Teilnahme an einem olympischen Qualifikationsturnier berechtigen.

Kaum Zuschauer in der Halle

Lange Gesichter hatte es bei den DHB-Verantwortlichen bereits vor dem Anpfiff gegeben. Wegen der geringen Kartennachfrage waren zwei Drittel des Oberrangs der Halle mit schwarzem Tuch abgehängt worden.

Am Wochenende geht es für die deutsche Mannschaft weiter. Am Samstag trifft das DHB-Team in Hannover auf den WM-Vierten Schweden, am Sonntag gibt es zum Abschluss das Duell gegen den WM-Dritten Spanien im westfälischen Halle.

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