Die DHB-Ära Heiner Brand ist zu Ende

SID
Montag, 16.05.2011 | 11:59 Uhr
Wird nach 14 Jahren wohl seinen Rücktritt erklären: Bundestrainer Heiner Brand
© Getty
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Heiner Brand wird am Mittwoch seinen Rücktritt als Handball-Bundestrainer nach Abschluss der EM-Qualifikation bekannt geben. Damit endet eine Ära. Der 58-Jährige übte das Amt seit 1997 aus. Nachfolger soll angeblich sein bisheriger Co-Trainer Martin Heuberger werden.

Die Ära Heiner Brand ist zu Ende. Amtsmüde und zermürbt vom ständigen Kampf mit der Liga wird der 58-Jährige nach "SID"-Informationen am Mittwoch seinen Rücktritt als Handball-Bundestrainer nach Abschluss der EM-Qualifikation im Juni bekannt geben und damit seinen bis 2013 laufenden Vertrag nicht mehr erfüllen.

Letzter Auslöser für diese Entscheidung nach 14 Jahren im Amt war das Debakel mit Platz elf bei der WM in Schweden im Januar. Nachfolger soll laut "Sport Bild" Brands bisheriger Co-Trainer Martin Heuberger werden. Brand soll beim Verband eine andere verantwortliche Position übernehmen.

Offiziell wird der Gummersbacher seine Entscheidung am Mittwoch (13.30 Uhr) bei einer Pressekonferenz des Deutschen Handball-Bundes (DHB) in Kamen verkünden. Dort bereitet Brand die Nationalmannschaft bei einem Lehrgang auf die beiden abschließenden Spiele in der EM-Qualifikation am 8. Juni in Innsbruck gegen Österreich und vier Tage später in Trier gegen Lettland vor.

Eine persönliche Abschiedstournee

Brand wird seine Spieler vorher über seine Entscheidung informieren, die wichtigen Qualifikationsspiele werden zu seiner persönlichen Abschiedstournee.

Als Nachfolger sind Staffan Olsson (Nationalmannschaft Schweden), Dagur Sigurdsson (Füchse Berlin), Velimir Petkovic (Frisch Auf Göppingen) und Brands Co-Trainer Martin Heuberger im Gespräch. Heuberger soll das stärkste Konzept vorgelegt haben. "Wir haben zu einem gewissen Kreis Kontakt aufgenommen. Eine konkrete Verhandlung hat es noch nicht gegeben. Eine Entscheidung über einen neuen Bundestrainer wird es am Mittwoch nicht geben", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier, ohne dabei den Rücktritt von Brand zu bestätigen: "Das kann passieren, es gibt eine Tendenz."

Schon während der WM in Schweden war der Rücktritt für Brand beschlossene Sache. Durch das einstimmige Votum des DHB-Präsidiums und der Spitzen der Bundesliga sei er aber noch einmal umgestimmt worden, so Brand. Vor der Verantwortung nach der desolaten WM wollte er sich nicht drücken.

EM-Quali wäre ein würdiger Abschied

Mit einer erfolgreichen EM-Qualifikation kann er sich einen würdigen Abschied verschaffen. Drei Punkte sind aus den beiden noch ausstehenden Spielen nötig, um das Ticket für die EM 2012 in Serbien zu lösen.

Ob Brand künftig wie gewünscht eine Position beim DHB bekleiden wird, ist noch offen. Langjährige Begleiter können sich den deutschen Handball ohne Brand jedenfalls nicht vorstellen. "Ich hoffe, dass er in irgendeiner Funktion erhalten bleibt. So eine Persönlichkeit nicht weiter zu beschäftigen, wäre der falsche Weg", sagte Ex-Nationalspieler Christian Schwarzer. Markus Baur bringt es auf den Punkt: "Er ist das Gesicht des deutschen Handballs."

Wenig Erfolge nach WM-Sieg

Schwarzer und Baur stehen für Brands erfolgreichste Jahre als Nationaltrainer, die mit dem Gewinn des Weltmeistertitels 2007 im eigenen Land gekrönt wurden. Der EM-Titel 2004, Olympia-Silber 2004 in Athen und die Vize-Weltmeisterschaft 2003 fielen ebenfalls in diese Zeit.

Doch nach dem WM-Sieg von 2007 blieben die großen Erfolge aus. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking scheiterte die DHB-Auswahl bereits in der Vorrunde, die Qualifikation für die Sommerspiele 2012 in London ist stark gefährdet. Brand beklagte immer wieder die mangelnde Unterstützung durch die Liga. Vehement forderte er mehr Einsatzzeiten für junge deutsche Spieler - besonders bei den Spitzenklubs. Bisher vergeblich. Für die Zeit nach seinem Rücktritt hatte Brand bereits im März einen großen Rundumschlag angekündigt.

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