Handball

Heiner Brands Zukunft weiterhin offen

SID
Heiner Brand lässt seine Zukunft als Bundestrainer weiter offen
© Getty

Die deutschen Handballer haben sich mit zwei Siegen gegen Norwegen auf die entscheidenden Spiele in der EM-Qualifikation eingestimmt, doch die Zukunft von Bundestrainer Heiner Brand bleibt das beherrschende Thema.

"Ich werde mich zu gegebener Zeit zu meiner Zukunft äußern, das kann durchaus vor dem Spiel gegen Österreich der Fall sein, vielleicht im Mai. Dann werde ich mich auch zu anderen Problemen im Handball äußern", sagte Brand nach dem souveränen 33:25-Erfolg gegen die Norweger am Samstag in Rostock.

Tags darauf ließ die ersatzgeschwächte Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gegen den WM-Neunten in Schwerin vor 4850 Zuschauern einen 32:30 (17:17)-Sieg folgen und feierte damit eine gelungene Generalprobe für die abschließenden Begegnungen in der EM-Qualifikation in Österreich (8. Juni) und vier Tage später gegen Lettland. Drei Punkte benötigt der Weltmeister von 2007 aus diesen beiden Spielen, um das Ticket für die EM 2012 in Serbien zu lösen.

Kandidaten-Kreis für Brand-Nachfolge

Einiges deutet darauf hin, dass nach Abschluss der EM-Qualifikation auch die Ära Brand als Bundestrainer nach über 13 Jahren beendet ist. Seit Wochen wird heftig über einen Nachfolger spekuliert, die Arbeitsgruppe Nationalmannschaft kommt schon am Dienstag wieder zusammen.

Es gebe einen Kreis von Kandidaten, hatte Bob Hanning, Vizepräsident der Handball-Bundesliga (HBL), zuletzt zu öffentlich gehandelten Brand-Nachfolgern erklärt.

Brand scheint trotz seines bis 2013 laufenden Vertrages nach dem WM-Debakel mit Platz elf im Januar in Schweden amtsmüde. Der 58-Jährige könnte einen anderen Posten beim Verband übernehmen.

Doch zunächst stehen die wegweisenden Spiele in der EM-Qualifikation an. Sollte die Teilnahme an der Endrunde verpasst werden, wäre auch der Traum von Olympia 2012 in London endgültig geplatzt.

DHB-Auswahl ohne sechs Stammspieler

Gegen das junge Team aus Norwegen präsentierte sich die DHB-Auswahl auch ohne sechs Stammspieler in ordentlicher Verfassung.

Kapitän Pascal Hens, Kreisläufer Sebastian Preiß, Rechtsaußen Christian Sprenger, Linksaußen Uwe Gensheimer, Rückraumspieler Holger Glandorf und Spielmacher Michael Kraus hatten teils wegen Verletzungen teils aus persönlichen Gründen ihre Teilnahme abgesagt.

"Ich bin über die vielen Absagen natürlich nicht erfreut und weiß nicht, ob man das nicht vielleicht hätte anders lösen können. Es macht aber Spaß, nachrückende Leute zu sehen, die mit Stolz und Leidenschaft an die Aufgabe gehen", meinte Brand, in dessen Team der Gummersbacher Adrian Pfahl mit insgesamt 15 Toren in den beiden Spielen bester Werfer war.

Länderspieldebüt für Ziemer

Sein Länderspiel-Debüt feierte bereits am Samstag Torhüter Martin Ziemer ("eine große Ehre für mich") vom Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten.

Er bot wie auch die anderen Leute aus der zweiten Reihe eine engagierte Leistung. "Wir beobachten genau, ob die Leidenschaft, die wir bei der WM in Schweden nicht in jedem Spiel auf dem Feld gezeigt haben, vorhanden ist", sagte Brand und fügte an: "Es kann auch in Österreich der Fall sein, dass wir wichtige Kräfte ersetzen müssen."

Allerdings mussten auch die Norweger auf einige Leistungsträger verzichten. So fehlten die verletzten Bjarte Myrhol und Börge Lund vom Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen.

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