Erstes Task-Force-Treffen

Brand-Zukunft entscheidet sich nächste Woche

SID
Freitag, 04.02.2011 | 22:43 Uhr
Die Entscheidung über die Zukunft von Bundestrainer Heiner Brand wurde vertagt
© Getty
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Die Zukunft von Heiner Brand als Handball-Bundestrainer steht unmittelbar bevor. "Die Entscheidung wird er Anfang der nächsten Woche treffen", sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach.

Die Zukunft von Heiner Brand als Handball-Bundestrainer bleibt auch nach dem ersten Treffen der neu gegründeten Task Force offen, die Entscheidung steht aber unmittelbar bevor.

"Diese wird Heiner Anfang der nächsten Woche treffen", sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach nach dem ersten Treffen der Task Force am Freitagabend in Leipzig: "Wir wollen den Bundestrainer, der der führende und angesehnste auch international ist, mit allen Mitteln halten. Heiner Brand ist kein Erpresser."

Gut eine Woche nach dem WM-Debakel von Schweden traf sich Brand mit Vertretern des Deutschen Handball-Bundes (DHB) und der Handball-Bundesliga (HBL) zu einem rund zweistündigen Krisengipfel.

Brand am Samstag auf der DHB-Trainerbank

Auf der Tagesordnung stand die Analyse der mit Rang elf schlechtesten Platzierung einer deutschen Mannschaft in der 73-jährigen WM-Geschichte. Zudem wurden mögliche Maßnahmen wie die Einführung einer Quotenregelung für deutsche Spieler in der Bundesliga und die Verlängerung von Lehrgängen der Nationalmannschaft diskutiert.

Brand knüpft die Erfüllung seines bis 2013 laufenden Vertrages offenbar an konkrete Forderungen. Allerdings hatten vier Bundesliga-Manager eine mögliche Quote bereits abgelehnt. Der 58-Jährige wird aber am Samstag beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen eine Bundesliga-Auswahl in Leipzig (20.15 Uhr) auf der Trainerbank sitzen.

Der am vergangenen Montag gegründeten Task Force gehören neben Brand auch Strombach, Verbands-Vize Horst Bredemeier sowie HBL-Präsident Reiner Witte und die HBL-Präsidiumsmitglieder Bob Hanning (Füchse Berlin) und Volker Zerbe (TBV Lemgo) an.

Wislander ist verwundert

Der frühere schwedische Star Magnus Wislander wunderte sich indes über das schwache Auftreten des Europameisters von 2004 und hat auch bei Brand Ungewöhnliches beobachtet. "Was mich überrascht hat, war die hektische Spielweise der Deutschen. Auch Heiner Brand hat auf mich etwas hektisch gewirkt", sagte der frühere Starspieler des THW Kiel im Gespräch mit SPOX.

Wislander im Interview: "Die Spieler und Heiner waren hektisch"

Selbst im Umfeld der Nationalmannschaft herrscht in punkto Brand-Zukunft Rätselraten. Während Co-Trainer Martin Heuberger an den Verbleib seines Chefs glaubt, rechnet Bredemeier offenbar mit einem Abschied von Brand.

"Ich habe ihm gesagt: Du musst weitermachen. Aber gefühlsmäßig glaube ich, dass die WM in Schweden sein letztes Turnier gewesen ist", meinte der DHB-Vizepräsident.

DHB-Team ohne Sprenger

Die Nationalmannschaft indes bestreitet ihren ersten Auftritt nach der WM-Blamage ohne Christian Sprenger.

Der Außenspieler des Rekordmeisters THW Kiel fehlt dem Ex-Weltmeister am Samstag wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel.

Im DHB-Kader stehen 15 der 16 WM-Teilnehmer. Für Sprenger rückt sein Kieler Vereinskollege Tobias Reichmann in das Team. Außerdem neu im Aufgebot ist der Gummersbacher Kreisläufer Patrick Wiencek.

Das DHB-Team in der WM-Einzelkritik: Es gibt zu wenig Hoffnung

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