Nach WM-Debakel

Brand bleibt bis zum Sommer

SID
Dienstag, 08.02.2011 | 11:28 Uhr
Heiner Brand trainiert seit 1997 die deutsche Nationalmannschaft
© Getty
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Heiner Brand bleibt zumindest bis zum Sommer Bundestrainer der Handball-Nationalmannschaft. Das teilte der Deutsche Handball-Bund (DHB) am Dienstag mit. Nach dem enttäuschenden elften Platz bei der WM in Schweden im Januar hatte der 58-Jährige seine Zukunft zunächst offen gelassen. Brand ist seit 1997 im Amt und besitzt beim DHB noch einen Vertrag bis 2013.

Heiner Brand stiehlt sich nach dem WM-Debakel nicht aus der Verantwortung und setzt seine Ära als Handball-Bundestrainer trotz seines eigentlich schon beschlossenen Rücktritts zumindest bis zum Sommer fort.

Der 58-Jährige wird die Nationalmannschaft nach einem einstimmigen Vertrauensvotum durch den Deutschen Handball-Bund (DHB) und die Bundesliga (HBL) mindestens bis zum 30. Juni und damit bis zum Abschluss der EM-Qualifikation betreuen. Das teilte der DHB nach einer fast zweiwöchigen Hängepartie und intensiven Gesprächen mit Brand am Dienstag mit. Wer ab Sommer das wichtigste Amt im deutschen Handball bekleiden wird, ist völlig offen.

"Im Sinne der Sache ist das die beste Lösung, das jetzt so durchzuziehen. Ich darf jetzt nicht egoistisch an meinen Namen denken", sagte Brand der Frankfurter Rundschau (Mittwoch-Ausgabe).

Dabei hatte er sich eigentlich schon während der WM in Schweden für einen Rücktritt entschieden: "Schon vor dem Spiel gegen Island wusste ich, dass ich das nicht mehr machen möchte. Da war alles für mich schon abgehakt, ich wollte hinschmeißen."

Doch der Vertrauensbeweis durch das Präsidium und die Spitzen der Bundesliga hätten ihn zum Weitermachen bewogen. Gleiches gelte für "die vielen bestärkenden Worte ehemaliger Spieler, von denen ich viele SMS bekommen habe".

Ende Juni ist dann wohl aber Schluss. Brand zur "Bild"-Zeitung: "Ich gehe davon aus, dass ich danach aufhöre."

Beim DHB ist man über Brands Kehrtwende glücklich. "Das ist der richtige Weg. Heiner Brand hat damit die Möglichkeit, das Ergebnis der WM zu korrigieren. Jetzt müssen wir alle Kraft auf die Qualifikationsspiele richten", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

Nächste Entscheidung im Sommer

Ob "Mr. Handball" seinen bis 2013 laufenden Vertrag komplett erfüllen wird, ist aber offen und hängt wohl vor allem vom Abschneiden in der EM-Qualifikation und den Ergebnissen des Arbeitskreises Nationalmannschaft ab.

"Da ist vieles im Gespräch. Dass ich im Bereich Leistungssport tätig sein will, ist aber ganz klar", meinte Brand. Er wolle "Dinge bewegen und anschieben, die sich später positiv auf die Nationalmannschaft auswirken". Der DHB will nach eigenen Angaben bis Ende Juni eine Entscheidung treffen, "in welcher Funktion und mit welcher Aufgabenstellung Heiner Brand über den 30. Juni hinaus weiter tätig sein wird".

Nach dem schlechtesten Abschneiden einer deutschen Auswahl in der 73-jährigen WM-Geschichte mit dem elften Platz in Schweden hatte Brand über seine Zukunft geschwiegen. Nun teilte er DHB-Präsident Ulrich Strombach seine Entscheidung nach Beratungen mit dem Familienrat mit und erntete dafür Lob von allen Seiten.

"Der Bundestrainer ist sich seiner Verantwortung für den Handball bewusst. Jetzt haben wir in Ruhe Zeit, die Weichen richtig zu stellen. Ich bin Heiner Brand dankbar, dass er seine persönlichen Interessen den Interessen des Handballs untergeordnet hat", sagte Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin und HBL-Vizepräsident.

Lob von allen Seiten

Auch bei seinen ehemaligen Führungsspielern stieß die Entscheidung des Gummersbachers auf breite Zustimmung. "Er ist auf jeden Fall weiter der richtige Mann", meinte Ex-Weltmeister Markus Baur.

Auch Brands ehemaliger Leitwolf Christian Schwarzer ist davon überzeugt, dass Brand das schwer beschädigte Flaggschiff Nationalmannschaft wieder auf Kurs bringen kann: "Das ist die einzig logische und beste Entscheidung. Er kümmert sich. Er hat die Power, die Lust, die Kraft, um weiterzumachen und noch viel zu bewegen."

Baur und Schwarzer waren ebenso wie Brands Co-Trainer Martin Heuberger als Nachfolger ins Gespräch gebracht worden. Auch Heuberger ist froh, dass sich Brand nach 14 Jahren im Amt trotz der WM-Schmach gegen einen sofortigen Rücktritt entschieden hat. "Dem Handball kann nichts Besseres passieren", sagte Heuberger der Tageszeitung "Die Welt".

Nach Lösungen suchen

Brand, für den die WM in Schweden sein 17. großes Turnier als Bundestrainer war, hatte zuletzt als einzige Bedingung für seinen Verbleib die uneingeschränkte Unterstützung vom Verband und der Liga gefordert. Der "Arbeitskreis Nationalmannschaft", dem neben Brand, Strombach und Bredemeier auch HBL-Präsident Reiner Witte, Hanning und Volker Zerbe (TBV Lemgo) angehören, soll nun nach Lösungen für eine bessere Zukunft des deutschen Handballs suchen.

"Wir begrüßen die Entscheidung. Jetzt können wir uns den inhaltlichen Fragen widmen, die wir grob angesprochen haben. Es gibt viele kritische Themen, die wir aufzuarbeiten haben. Das kann nicht alles Aufgabe des Arbeitskreises Nationalmannschaft sein. Da müssen Fachleute ran", sagte Witte.

Nach einem ersten Treffen am vergangenen Freitag in Leizig sei eine zweite Zusammenkunft des Arbeitskreises laut Witte "zeitnah" geplant. Ex-Nationalspieler Zerbe betonte, dass man in alle Richtungen offen diskutieren werde. Die Analyse bis zum Sommer müsse ergeben, ob dann doch der ganz große Schnitt erfolgen werde.

EM-Quali steht an

Zunächst muss sich der Weltmeister von 2007 aber für die EM 2012 in Serbien qualifizieren. Bei der EM werden auch die letzten Tickets für die Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele 2012 in London vergeben.

Die EM-Qualifikation wird bereits in vier Wochen mit den Spielen gegen den Olympiazweiten Island in Reykjavik (9. März) und in Halle/Westfalen (13. März) fortgesetzt. Danach folgen die Spiele in Österreich (8. Juni) und gegen Lettland (12./13. Juni). Die DHB-Auswahl führt die Tabelle der Gruppe 5 derzeit mit 3:1 Punkten vor Österreich (3:1) und Island (2:2) an. Nur die beiden Ersten lösen das EM-Ticket.

Brand hatte das Amt des Bundestrainers 1997 von Arno Ehret übernommen. Seine größten Erfolge mit der DHB-Auswahl waren 2007 der Gewinn des Weltmeister-Titels im eigenen Land und drei Jahre zuvor der Triumph bei der EM in Slowenien. Zudem holte Brands Team Olympia-Silber 2004 in Athen und wurde "Vize" bei der EM 2002 sowie der WM 2003.

Heuberger glaubt an Verbleib von Brand

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