Blacky und Conrad - die WM-Kolumne

Blacky kritisiert: "Zehn konzeptlose Minuten"

Von Sebastian Conrad / Christian "Blacky" Schwarzer
Dienstag, 18.01.2011 | 13:11 Uhr
Während Alberto Entrerrios einen Spanien-Treffer bejubelt, wächst bei Jacob Heinl der Frust
© Getty
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Gemeinsam mit Sportmoderator Sebastian Conrad beobachtet und kommentiert Ex-Nationalspieler Christian "Blacky" Schwarzer für SPOX die WM. Täglich lesen Sie an dieser Stelle aktuelle Informationen rund um die deutsche Mannschaft. "Blacky und Conrad" berichten täglich live aus Schweden.

Lange Zeit sah es gut aus für die deutschen Handballer im WM-Spiel gegen Spanien. Doch in den letzten zehn Minuten verspielte das Team von Heiner Brand noch einen scheinbar komfortablen Drei-Tore-Vorsprung.

Es war alles bereit für den dritten Sieg im dritten Spiel. Torhüter Johannes Bitter bot eine starke Leistung, und der Rest prallte an der starken deutschen Verteidigung ab. Doch dann kollabierte das deutsche Team plötzlich, kassierte fünf Tore in Folge und verlor das wichtige WM-Vorrundenspiel noch mit 24:26 (13:13).

"Für Erfolge brauchen wir hier jeden Spieler", hatte Bundestrainer Heiner Brand nach dem Auftaktsieg gegen Ägypten betont, und gestern bekam er Recht. Denn die 6:0-Abwehr, die sich mit großem Engagement gegen die spanische Offensive stellte, dezimierte sich in der ersten Halbzeit etwas zu oft für den Geschmack des Trainers. Zunächst kassierte Mittelblocker Michael Haaß in nur sieben Minuten zwei Zeitstrafen. Seinem Kollegen im Abwehrzentrum, Sebastian Preiß, drohte nach der zweiten Strafe ab Minute 17 die Rote Karte.

Und dann brachte sich auch der übermotivierte Lars Kaufmann mit zwei unglücklichen Fouls in die Gefahr eines Feldverweises. Diesen gab es dann auch: Kaufmann kassierte wegen eines Wechselfehlers seine dritte Zeitstrafe und sah ebenso die rote Karte wie sechs Minuten später Preiß. In den letzten Spielminuten fehlte gegen die immer offensiver agierende spanische Abwehr Substanz und Überblick: Spanien legte eine 5:0-Serie zum 23:21 hin - dem hatte die deutsche Mannschaft nichts mehr entgegenzusetzen.

Conrad: Blacky, gestern waren wir beide noch sehr optimistisch, dass es gegen die Spanier zu einem Sieg reichen könnte. Was sagst Du zu dieser Niederlage?

Blacky: Die Jungs haben leider die große Chance, auch das dritte Gruppenspiel zu gewinnen, nicht genutzt. Das ist sehr schade - insbesondere, wenn man sich den Spielverlauf anschaut.

Conrad: Woran hat es gelegen?

Blacky: Entscheidend für den Zusammenbruch war die Umstellung der spanischen Defensive - von 6:0 auf 5:1.Wir hatten am Ende der zweiten Halbzeit zehn konzeptlose Minuten, in denen wir den Sieg weggeworfen haben. Die Ordnung ist in dieser Phase verloren gegangen. Hinzu kommen die vielen Zeitstrafen, die immer wieder für Unruhe gesorgt haben. Trotzdem haben wir kurz vor dem Ende mit drei Toren geführt - eigentlich hätten wir diesen Vorsprung ins Ziel bringen können bzw. müssen.

Conrad: Mit Frankreich erwartet die deutsche Mannschaft heute ein Gegner, der ebenfalls mit einer sehr guten Fünf-Eins-Deckung agiert. Wie will man nach der gestrigen Leistung diese Abwehr knacken?

Blacky: Die Jungens müssen unbedingt noch eine Schippe drauflegen und konzentrierter zu Werke gehen. Sie alle wissen, dass nur ein Sieg gegen Frankreich die realistische Chance auf eine Halbfinalteilnahme möglich macht.

Conrad: Dafür muss man das gestrige Spiel möglichst schnell aus den Köpfen bekommen. Hat die Niederlage einen kleinen Knacks verursacht?

Blacky: Ich denke nicht! Heiner wird mit den Jungs die Fehler analysiert haben. Wichtig ist jetzt die Konzentration auf die nächste Aufgabe. Da bleibt keine Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken.

Conrad: Gestern habe ich Dich nach Deinem Bauchgefühl gefragt. Was für ein Bauchgefühl hast Du bezüglich des Spiels gegen die Franzosen?

Blacky: Grundsätzlich bin ich optimistisch. Nach der gestrigen Niederlage ist aber auch die Sorge berechtigt, dass wir erneut an einer starken Fünf-Eins-Deckung scheitern könnten. Wir alle wissen, dass die Franzosen in allen Mannschaftsteilen zur absoluten Weltspitze zählen. Es wird schwer!

Teil 14: Die Chancen auf einen Sieg gegen Spanien stehen gut

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