Dienstag, 21.09.2010

Zurück von der Babypause

Juracks Comeback nach 465 Tagen

Grit Jurack gibt heute nach 465 Tagen ihr Comeback in der Handball-Nationalmannschaft. Beim World Cup in Dänemark will das Team von Bundestrainer Rainer Osmann ins Halbfinale.

Grit Jurack gibt nach einer Babypause ihr Comeback für die Nationalmannschaft
© sid
Grit Jurack gibt nach einer Babypause ihr Comeback für die Nationalmannschaft

465 Tage nach ihrem letzten Auftritt im Nationaltrikot kehrt Grit Jurack in den Kreis der deutschen Handballerinnen zurück. Sieben Monate nach der Geburt ihres Sohnes Lukas gibt die 32-Jährige beim World Cup in Dänemark ihr Comeback für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB).

"Ich freue mich auf meine Rückkehr und darauf, die alten Kolleginnen wiederzutreffen. Eigentlich fühlt sich meine Abwesenheit gar nicht so lange an", sagte Jurack.

Bundestrainer Rainer Osmann ist ebenfalls froh, die erfahrene Rückraumspielerin in Aarhus wieder mit an Bord zu haben. Einen Freifahrtschein stellt Osmann aber auch der dreimaligen Champions-League-Siegerin vom dänischen Meister Viborg HK nicht aus: "Mit ihrer Erfahrung sind wir wesentlich stärker, aber sie muss sich auch erstmal im Team einfinden. Seit ihrem letzten Einsatz hat sich einiges geändert, nicht nur personell, sondern auch taktisch. Unser Spiel ist schneller geworden, daran muss sich Grit gewöhnen."

Jurack glaubt an Halbfinaleinzug

Der WM-Siebte trifft bei dem Vorbereitungsturnier auf die EM im Dezember in Norwegen und Dänemark zum Start der Vorrunde am heutigen Dienstag auf den Olympia-Vierten Ungarn.

Weitere Gegner sind Vize-Weltmeister Frankreich (Mittwoch) sowie Gastgeber Dänemark (Donnerstag). Trotz der schweren Aufgaben glaubt Jurack an den Halbfinaleinzug: "Wir haben ein richtig gutes Potenzial, mit dem wir in jedem Turnier weit kommen können."

Sollte das Halbfinale verpasst werden, gibt es aber schon einen Plan B. Am Samstag und Sonntag soll es dann gegen einen anderen ausgeschiedenen World-Cup-Teilnehmer zwei Länderspiele geben. Osmann sieht das Turnier als EM-Test: "Wir werden viel probieren, neue Taktiken austesten. Jede der 16 Nominierten wird ihre Spielanteile bekommen."

Nach Jurack könnte auch bald Nadine Krause ein Comeback in der Nationalmannschaft geben. Die Welthandballerin des Jahres 2006 hat nach einer fast einjährigen Verletzungspause aber noch viel Rückstand.

"Ihr fehlen noch 20 bis 30 Prozent nach ihrer Schulter-Operation", sagte Osmann: "Wir stehen in Kontakt, wenn sie verletzungsfrei und in Form ist, bekommt sie noch ihre Chance."

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