Freitag, 09.07.2010

Handball

Hammerlos für deutsche Handballer

Auf die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand warten schon in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Schweden (13. bis 30. Januar) Titelverteidiger Frankreich und Ex-Weltmeister Spanien als ganz dicke Brocken.

Heiner Brand wurde als erster Handballer als Spieler (1977) und Trainer (2007) Weltmeister
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Heiner Brand wurde als erster Handballer als Spieler (1977) und Trainer (2007) Weltmeister

Die Auslosung der WM-Vorrundengruppen hat der deutschen Handball-Nationalmannschaft schwere Gegner beschert. Zum WM-Auftakt in Schweden warten unter anderem Frankreich und Spanien.

Hammerlos für die deutschen Handballer: Auf die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand warten schon in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Schweden (13. bis 30. Januar) Titelverteidiger Frankreich und Ex-Weltmeister Spanien als ganz dicke Brocken. Weitere Gegner des Weltmeisters von 2007 sind in der Gruppe A Tunesien, Ägypten und Handball-Exot Bahrain.

"Wir haben aus allen Töpfen die schwersten Gegner bekommen. Ein Grund mehr, die kürzeste WM-Vorbereitung aller Zeiten noch intensiver in Angriff zu nehmen", erklärte Heiner Brand nach der Auslosung am Freitagabend im sommerlichen Göteborg.

Der langjährige Kieler Spielmacher und schwedische Nationalspieler Stefan Lövgren bedauerte ebenfalls die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB): "Viel härter hätte es Deutschland nicht treffen können."

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Halbfinale ist das Ziel

Nur die besten drei Teams der Vorrunde ziehen in die WM-Hauptrunde ein. Die Punkte gegen die ebenfalls qualifizierten Konkurrenten werden mitgenommen.

In der Hauptrunde erreichen dann die ersten beiden Teams das Halbfinale. DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier hatte das Halbfinale im Vorfeld der Auslosung als "das große Ziel" ausgegeben.

Über das fehlende Losglück war auch DHB-Präsident Ulrich Strombach nicht gerade erfreut. "Das ist eine sehr starke Gruppe. Aber vielleicht ist unsere junge Mannschaft bis dahin in der Lage, einen der Großen zu schlagen", meinte Strombach.

Deutschland nur in Lostopf drei

Die deutschen Handballer waren nach ihrem enttäuschenden zehnten Platz bei der WM im Januar in Österreich nur in Lostopf drei platziert worden. Nun muss sie bei den Spielen der Gruppe A in Kristianstad und Lund starke Gegner aus dem Weg räumen. Auch die afrikanischen Teams sind dabei unangenehm. Gegen Ägypten und Tunesien tat sich das deutsche Team schon oft sehr schwer.

In einer möglichen Hauptrunde würden die drei Gegner aus der Gruppe B mit Island, Norwegen, Ungarn, Österreich, Brasilien und Japan kommen.

Die erste Vorbereitung auf die WM nimmt die DHB-Auswahl bereits am Montag in Angriff. Das Team fliegt zu einer einwöchigen US-Werbetour nach Chicago. Dabei findet am 17. Juli ein Länderspiel gegen Polen statt.

 

Alle Gruppen im Überblick

Gruppe A: Frankreich, Spanien, Deutschland, Tunesien, Ägypten, Bahrain

Gruppe B: Island, Norwegen, Österreich, Ungarn, Brasilien, Japan

Gruppe C: Kroatien, Dänemark, Serbien, Rumänien, Algerien, Australien

Gruppe D: Polen, Schweden, Südkorea, Slowakei, Argentinien, Chile

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