Samstag, 05.06.2010

Bundesliga - 34. Spieltag

Kiel feiert 16. Meistertitel

Champions-League-Sieger THW Kiel ist auch in Deutschland das Maß aller Dinge: Sechs Tage nach dem Erfolg in der Königsklasse des europäischen Handballs wehrte der Rekordmeister den Angriff des Rivalen und Pokalsiegers HSV Hamburg ab und sicherte sich den sechsten deutschen Meistertitel in Folge.

Get the party started! Der THW Kiel freut sich über den nächsten Titel
© Getty
Get the party started! Der THW Kiel freut sich über den nächsten Titel

UPDATE Am 34. und letzten Spieltag der Bundesliga gewannen die Kieler nach holprigem Start beim TV Großwallstadt ungefährdet 27:24 (14:9) und verteidigten ihren Ein-Punkt-Vorsprung vor den Hamburgern erfolgreich. Dem HSV blieb trotz des 35:25 (18:13)-Sieges bei HBW Balingen-Weilstetten wie im Vorjahr nur der zweite Platz.

"Ich war mir nie sicher, dass wir das Spiel gewinnnen. Erst eine Minute vor Schluss wurde ich locker", sagte THW-Trainer Alfred Gislason: "Das war eine super Saison, obwohl es vor zwei Wochen noch nicht so aussah. Ich glaube, ich kapiere das erst, wenn ich eine Woche auf der Terrasse gesessen habe."

Auch die THW-Spieler Dominik Klein und Filip Jicha stimmten in den Jubel ein. "Das war ein sehr schweres Spiel. Dass wir das in dieser Saison noch umgebogen haben, ist unglaublich", sagte Nationalspieler Klein. "Wir haben eine unfassbare Saison gespielt. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass wir vor einer Woche die Champions League und heute die Meisterschaft gewonnen haben", erklärte Filip Jicha.

HSV-Coach Schwalb trotzdem stolz

Knapp 20.000 THW-Fans hatten in Kiel bei der "Champions-Party 2010" die Live-Übertragung der Begegnung auf dem Rathausplatz verfolgt. Gegen 21.45 Uhr wurde dann die erfolgreiche Mannschaft zur Feier mit den Fans auf dem Balkon des Kieler Rathauses erwartet. "Wer die letzten fünf Jahre miterlebt hat, weiß, was auf uns zukommt", sagte Klein.

"Das war eine spannende Saison mit vielen Highlights", erklärte der Hamburger Trainer Martin Schwalb: "Wir können auf unsere Leistung stolz sein. Das war die beste Saison in der Geschichte des HSV, aber wenn man vier Monate Tabellenführer ist, will man auch deutscher Meister werden." Nationalspieler Torsten Jansen trug den zweiten Platz mit Fassung. "Darauf waren wir vorbereitet", sagte er. "Am Ende haben wir die Meisterschaft in Heimspiel gegen Kiel verspielt", meinte Nationaltorhüter Johannes Bitter, gab aber zu: Ich bin schon ein wenig traurig."

Die Vorentscheidung im Titelkampf war am 22. Mai gefallen, als die Kieler das direkte Duell beim Konkurrenten mit 33:31 gewonnen hatten und in der Tabelle an den lange führenden Hamburgern vorbeigezogen waren. Diesen Vorsprung ließ sich das Team von Trainer Alfred Gislason bis zum Saisonende nicht mehr nehmen.

TVG erwischt Blitzstart

Vor den Augen des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer tat sich der THW in Großwallstadt zu Beginn allerdings schwer. Erst nach 4:46 Minuten und einem 0:4-Rückstand gelang Jicha das erste Tor für die Gäste. Nach einer Viertelstunde glichen die Kieler allerdings erstmals aus (7:7) und zogen dann bis zur Halbzeit auf 14:9 davon. Nach dem Seitenwechsel geriet der Triumph dann nicht mehr in Gefahr.

Neben Kiel und Hamburger spielt in der nächsten Saison auch die SG Flensburg-Handewitt in der Champions League. Die Rhein-Neckar Löwen können sich als Tabellenvierter bei einem Wild-Card-Turnier noch für die Königsklasse qualifizieren.

Im EHF-Pokal treten in der kommenden Saison Frisch Auf Göppingen, der TBV Lemgo und der TV Großwallstadt an. Der VfL Gummersbach darf als Europapokalsieger der Pokalsieger zwischen einer Teilnahme am EHF-Pokal und dem Pokalsiegerwettbewerb wählen. Absteigen müssen GWD Minden und die HSG Düsseldorf, der TSV Dormagen tritt in der Relegation gegen den TV Emsdetten an, der sich am Samstag gegen den Bergischen HC durchsetzte.

Die Titel-Entscheidung zum Nachlesen im Ticker


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