Sonntag, 13.06.2010

Handball

DHB-Auswahl erwartet heißer Tanz in Drama

Heiner Brand sieht trotz des Erfolges über Griechenland in der WM-Qualifikation noch einige Defizite bei seiner Mannschaft. Am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das Rückspiel.

Pascal Hens debütierte in der Nationalelf am 13. März 2001 gegen Norwegen
© Getty
Pascal Hens debütierte in der Nationalelf am 13. März 2001 gegen Norwegen

WM-Kurs gehalten, Vorentscheidung verpasst: Als die deutschen Handballer in der WM-Qualifikation gegen Griechenland ein Fünf-Tore-Polster herausgeworfen hatten, richteten sich die Blicke bereits auf das Rückspiel im Hexenkessel von Drama.

"Da erwartet uns ein ganz heißer Tanz. Deshalb hatten wir uns gewünscht, einen deutlicheren Vorsprung rauszuholen", sagte Spielmacher Michael Kraus nach dem glanzlosen 25:20 (14:9)-Arbeitssieg im Play-off-Hinspiel in der Dortmunder Westfalenhalle.

Heiner Brand nicht ganz zufrieden

Technische Fehler im Angriff und eine mangelnde Chancenverwertung verhinderten eine bessere Ausgangsposition im Kampf um ein Ticket für die WM 2011 in Schweden.

Daher blickt auch Heiner Brand dem zweiten Vergleich am 20. Juni in Griechenland nicht sorgenfrei entgegen. "Wir hatten die Chance auf einen größeren Vorsprung, deshalb bin ich nicht ganz zufrieden", sagte der Bundestrainer und fügte an: "In Drama wird Hektik aufkommen. Es liegt an uns, uns darauf mental vorzubereiten."

Hens bleibt ohne Treffer

Die Vorbereitung auf die Partie in Dortmund stimmte zwar, aber man merkte den Spielern die fehlende körperliche Frische nach der langen Saison mit hohen Belastungen in Bundesliga und Europacup an.

Die Spielmacher Kraus und Michael Haaß bekamen das Angriffsspiel des Weltmeisters von 2007 nie richtig in den Griff. Der neue Kapitän Pascal Hens wurde von den Gästen sehr offensiv gedeckt und blieb ohne Torerfolg. Man habe noch Steigerungspotenzial, stellte Brand nüchtern fest.

Glandorf und Gensheimer überzeugen

Um dennoch den achten Sieg im achten Spiel gegen die Hellenen zu feiern, bedurfte es der Durchschlagskraft des Lemgoer Rückraumspielers Holger Glandorf (7 Tore) sowie der Finesse von Linksaußen Uwe Gensheimer (8/2) von den Rhein-Neckar Löwen. Besonders in der holprigen Anfangsphase war es häufig Glandorf, der die DHB-Auswahl immer wieder in Führung brachte.

Vor lediglich 6500 Zuschauern setzten sich die Gastgeber dann vom 9:9 (20. Minute) bis zur Pause (14:9) entscheidend ab.

Nach dem Wechsel stand die Abwehr um den guten Berliner Schlussmann Silvio Heinevetter zwar meist sicher, doch im Angriff ging nach der 23:16-Führung (48.) nicht mehr viel.

Vorbereitung beginnt Dienstag

"Uns muss aber nicht angst und bange sein. Wir dürfen nur nicht überheblich an die Sache rangehen", sagte Glandorf, der nun wie seine Teamkollegen bis Dienstagnachmittag frei hat.

Dann ist wieder Treffpunkt in der Sportschule Kaiserau, bevor es am Freitag per Flieger nach München geht. Am Samstag ist von dort aus die Reise nach Griechenland geplant.

Ob Pascal Hens mit an Bord sein wird, ist weiter offen. Seine Ehefrau Angela erwartet ihr erstes Kind, und bei der Geburt will der Hamburger Torjäger unbedingt dabei sein. "Sonst reißt sie mir den Kopf ab", sagte Hens.

Deutsche Handballer auf WM-Kurs

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