Donnerstag, 27.05.2010

Handball

EHF und europäische Vereine vor Durchbruch

Mit einem "Professional Handball Board" soll der lange Streit zwischen dem europäischen Handballverband und den Klubs über die internationale Terminplangestaltung beendet werden.

Der Streit um die Terminplangestaltung könnte bald ein Ende haben
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Der Streit um die Terminplangestaltung könnte bald ein Ende haben

Im jahrelangen Streit zwischen der Europäischen Handball-Föderation (EHF) und den Vereinen über die Gestaltung der internationalen Terminpläne sowie die Vermarktung stehen die Klubs offenbar vor einem wichtigen Punktsieg. Nach Informationen des Internetanbieters sport.zdf.de soll am Rande des Final-Four-Turniers um den Champions-League-Sieg am Wochenende in Köln ein Durchbruch gelingen.

Installiert wird offenbar ein "Professional Handball Board" (PHC), in dem künftig alle Interessenvertreter (Klubs, Spieler, Ligen, Nationalmannschaften) sitzen und entscheiden sollen.

"Erstmals werden die Klubs echter Teil der EHF-Struktur. Wir haben in unseren Gesprächen mit der EHF großes gegenseitiges Verständnis entwickelt", sagte Dierk Schmäschke, Funktionär der Group Club Handball (GCH). Dies ist die Vereinigung der 18 bedeutendsten europäischen Klubs. Der GCH gehören unter anderem sechs Bundesligisten an - darunter Rekordmeister THW Kiel und Pokalsieger HSV Hamburg.

Angemessene Entschädigung für Spielerabstellung vorgesehen

In einem von den Vereinen erstellten "Memorandum of Understanding" ist unter anderem eine angemessene Entschädigung der Klubs für die Abstellung der Spieler vorgesehen. Zudem sollen Regelungen in Sachen Spielkalender, TV-Vermarktung und Werbebandenvermarktung beschlossen werden.

Sollten die Präsidenten der EHF-Verbände und die Mitglieder des Forum Club Handball (FCH), in dem über 50 europäische Klubs vereinigt sind, diesem Entwurf zustimmen, wäre der Dachverband zudem eine seiner größten Sorgen los. In diesem Fall würde die GCH ihre 2009 eingereichte Wettbewerbsklage vor der EU-Kommission in Brüssel zurückziehen. "Wird das alles wie besprochen beschlossen, ist die Klage vom Tisch", sagte GCH-Geschäftsführer Gerd Butzeck "sport.zdf.de".

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