Lemgos Galia für sechs Monate gesperrt

SID
Mittwoch, 29.07.2009 | 18:31 Uhr
Lemgo-Torwart Martin Galia muss wegen eines Dopingvergehens bis Oktober zusehen
© sid
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Torhüter Martin Galia vom TBV Lemgo ist wegen seiner positiven Dopingprobe für sechs Monate gesperrt worden. Die Sperre tritt rückwirkend zum 1. April in Kraft.

Torhüter Martin Galia von Bundesligist TBV Lemgo ist nach seiner positiven Dopingprobe für sechs Monate gesperrt worden. Zudem muss der Tscheche eine Geldstrafe von 20.000 Euro zahlen.

Die Anti-Doping-Kommission des Deutschen Handball-Bundes (DHB) unter Vorsitz von Heinz Winden ahndete damit "das Vorhandensein einer verbotenen Substanz in der A-und B-Probe" vom 28. März bei Galia.

Die Sperre tritt rückwirkend zum 1. April in Kraft, womit Galia am 1. Oktober wieder spielberechtigt ist.

Zerbe: "Völlig überzogen"

Lemgos Manager Volker Zerbe reagierte mit Unverständnis auf das Urteil.

"Die Strafe empfinden wir als völlig überzogen. Durch die Strafe wird Martin Galia und auch dem TBV Lemgo die Chance genommen, sich auf die Saison 2009/2010 entsprechend vorzubereiten", sagte Zerbe.

Der Klub müsse sich nun kurzfristig nach einer Verstärkung auf der Torwartposition umsehen. Die Saison beginnt Anfang September.

Galia bestreitet wissentliches Doping

Bei Galia war in der Probe nach dem Bundesliga-Spiel gegen den TV Großwallstadt die verbotene Substanz Octapamin gefunden worden.

Der 30-Jährige bestreitet, wissentlich gedopt zu haben und führte an, er habe lediglich Nahrungsergänzungsmittel eingenommen, in denen die Substanz vorhanden sei.

Die Anti-Doping-Kommission schätzte die Erklärung zwar als glaubwürdig ein und bezeichnete Galias Verhalten als sehr kooperativ.

Geldstrafe wegen Verletzung der Vorbildsfunktion

Dennoch werde die Sperre unter den "Gesichtspunkten der Leichtfertigkeit, des Alters und der Erfahrung des Spielers für angemessen gehalten".

Die Geldstrafe wurde ausgesprochen, da ihm als "internationalen Spitzensportler eine Vorbildfunktion" zukomme. Galia kann gegen die Entscheidung noch Rechtsbehelf beim DHB-Schiedsgericht einlegen.

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