Handball

DHB fordert Aufklärung von EHF und IHF

SID
Uwe Schwenker steht unter Manipulationsverdacht
© Getty

Da sich alle Manipulationsvorwürfe im Zuständigkeitsbereich von IHF und EHF ereignet haben, fordert das Präsidium des DHB eine lückenlose Aufklärung seitens der Verbände.

Nach dem Manipulationsskandal um Rekordmeister THW Kiel fordert das Präsidium der Deutschen Handball-Bundesliga eine lückenlose Aufklärung durch den Europäischen Handball-Verband EHF und den Handball-Weltverband IHF.

Denn bei allen Bestechungs- und Manipulationsvorwürfen handele es sich ausnahmslos um Spiele in den Zuständigkeitsbereichen dieser Verbände.

Der DHB erklärte, er erwarte von allen Verdachts- und Versäumnisfällen schnellstmöglich Stellungnahme von EHF und IHF. Deren interne Arbeitsprozesse müssten durch externe und neutrale Berater überprüft werden. Beide internationalen Verbände müssten sicherstellen, dass der Manipulation überführte Personen keine Funktion mehr ausüben dürfen.

HBL plädiert für Ethikregeln

Die HBL, deren unter Manipulationsverdacht stehende Vizepräsident Uwe Schwenker am Montag ankündigte, sein Amt als Vizepräsident ruhen zu lassen, will bindende Ethik- und Verhaltensregeln für Mitglieder und Funktionsträger erarbeiten und in den Statuten umsetzen. Ferner soll eine Analyseroutine für auffällige Spiele eingeführt und mit Wettmustern abgeglichen werden.

Ebenso will die HBL alle Klubs, die an internationalen Wettbewerben beteiligt sind, zur Offenlegung von Informationen über Spielmanipulationen auffordern.

Gemeinsam mit dem Schiedsrichterwart will sie Maßnahmen bezüglich der Schiedsrichter ergreifen und am Wochenende bei der DHB-Präsidiumssitzung verabschieden.

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