Freitag, 19.09.2008

Nach Schewzow-Entlassung

Serdarusic "keine Alternative" für Löwen

Nach der Entlassung von Coach Juri Schewzow hat Bundesligist Rhein-Neckar Löwen Spekulationen um eine Verpflichtung des früheren Kieler Erfolgstrainers Noka Serdarusic zurückgewiesen.

Handball, Rhein-Neckar Löwen, Schewzow
© DPA

"Für diese Saison ist das keine Alternative", sagte Geschäftsführer Thorsten Storm. Er stehe zwar in Kontakt mit dem in Juni beim THW Kiel entlassenen Serdarusic.

Dieser werde sich jedoch aus gesundheitlichen Gründen vorerst nicht "zurück ins pralle Trainerleben stürzen", erklärte Storm.

Schwarzer Interimscoach

In den kommenden drei Partien werde Weltmeister Christian Schwarzer als Spielertrainer beim Tabellenachten die Verantwortung tragen.

"Er hat sich seine letzte Saison als Spieler sicher auch anders vorgestellt", meinte Storm zur kurzfristigen Berufung des 38 Jahre alten Ex-Nationalspielers.

"Ich bin nicht zu 100 Prozent glücklich mit der Entscheidung, aber ich wollte dem Verein da helfen. Ich will die Löwen nicht im Stich lassen", sagte Schwarzer dem Internet-Portal "sport1.de".

Bei seiner Premiere als Interimscoach bei Tabellenführer Frisch Auf Göppingen wird ihm sein früherer Teamkollege David Slezak auf der Bank assistieren. Slezak arbeitet inzwischen in der Marketingabteilung der Löwen.

"Müssen von Spiel zu Spiel denken"

Ob das Duo Schwarzer/Slezak auch langfristig das Team betreuen wird, ist Storm zufolge noch offen.

"Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken. Uns hat die Entwicklung überrascht", sagte der Geschäftsführer.

Nach dem enttäuschenden Saisonstart mit nur zwei Siegen in vier Spielen hatte der Verein am Donnerstagabend die Reißleine gezogen und den zuletzt glücklosen Schewzow entlassen.

"Wir haben in vier Spielen dreimal schlecht gespielt. Der Druck auf den Trainer war sehr, sehr groß geworden", begründete Storm die Entscheidung.

Hohe Saison-Ziele

"Es hat ihn schon getroffen. Mir tut es persönlich auch leid, weil er ein feiner Kerl ist", sagte Storm.

Schewzow, der seit 2005 im Amt war, sah sich schon in der vergangenen Saison mit wachsender Kritik aus dem Umfeld des Vereins konfrontiert. Sein Vertrag wäre nach dieser Spielzeit ohnehin ausgelaufen.

Eine langfristige Nachfolge-Lösung kann der Verein vorerst nicht präsentieren. "Wir haben einige Kandidaten im Auge", betonte Storm.

Von den hohen Saisonzielen werde der Klub trotz der Rückschläge nicht abrücken. Vor der Saison hatten die Löwen wegen ihres verstärkten Kaders offen vom Meistertitel gesprochen.

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