THW siegt im Spiel der Superlative

SID
Samstag, 13.09.2008 | 15:45 Uhr
handball, bundesliga, rhein-neckar loewen, loevgren
© Getty
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Der THW Kiel hat seinen ersten Härtetest in der Bundesliga bestanden, der TSV Dormagen mit dem Sieg gegen den HSV Hamburg seinen Ruf als Favoritenschreck erneuert.

Im Duell der Champions-League-Starter gewann Titelverteidiger Kiel dank des überragenden Kapitäns Stefan Lövgren mit 42:40 (23:21) bei den Rhein-Neckar Löwen. Mit seinen 18 Treffern verfehlte der Schwede dabei den Bundesliga-Rekord des Polen Jerzy Klempel (19) aus der Saison 1982/83 um ein Tor.

Für den Gastgeber traf vor 9051 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena Neuzugang Gudjon Valur Sigurdsson neunmal.

Aufsteiger düpiert HSV

Unterdessen hat Aufsteiger Dormagen den nächsten Coup gelandet. Zehn Tage nach dem 28:28 in Kiel düpierte der Neuling den HSV Hamburg in eigener Halle mit 28:27 (15:15). In einer packenden Schlussphase warf Hamburgs Blazenko Lackovic einen Freiwurf zum möglichen Ausgleich in die Dormagener Mauer und löste damit im Lager des Gastgebers ungebremsten Jubel aus.

Seinen dritten Saisonsieg feierte unterdessen die von finanziellen Problemen geplagte HSG Nordhorn. Beim Aufsteiger Stralsund kam der EHF-Pokalsieger zu einem 37:22 (18:11)-Kantersieg.

Während Nationalspieler Holger Glandorf über weite Strecken des Spiels nur auf der Bank saß und geschont wurde, traf Bjarte Myrhol (13) vor 1050 Zuschauern nach Belieben für das Team des schwedischen Auswahltrainers Ola Lindgren.

Mit weit mehr Mühe als erwartet kam der VfL Gummersbach zu seinem zweiten Sieg. Nach einem 22:23-Rückstand (47.) glückte dem ehemaligen Rekordmeister gegen HBW Balingen-Weilstetten ein 29:26 (11:12)-Erfolg. Größten Anteil daran hatte Momir Ilic mit 13 Treffern. Für Balingen warf Daniel Brack sechs Tore.

82 Tore in Mannheim

In einem echten Spitzenspiel, in dem der THW Kiel erneut auf den verletzten Welthandballer Nikola Karabatic verzichten musste, boten beide Teams Tempo-Handball der gehobenen Klasse.

Nach schwachem Start (0:3) fingen sich die Kieler in dem torreichen Spiel schnell, glichen beim 9:9 aus und gingen beim 13:12 (16.) erstmals in Führung. Doch die Löwen, in der Vorsaison Liga-Vierter und Europapokal-Finalist, gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf.

Der frühere Kieler Torwart Henning Fritz hielt die Gastgeber im Rennen, doch auch auf der anderen Seite bot Kiels junger Schlussmann Andreas Palicka mit 17 gehaltenen Würfen eine noch stärkere Leistung.

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