Montag, 08.09.2008

Handball

Nordhorn kämpft um Weltmeister Glandorf

Bundesligist HSG Nordhorn kämpft trotz großer finanzieller Probleme um seinen Kapitän Holger Glandorf. Der Weltmeister wird von mehreren Spitzenklubs der Liga heiß umworben.

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© Getty

"Wir sind dabei, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Dieses sieht vor, dass Glandorf bei uns bleibt", sagte HSG-Manager Bernd Rigterink. Er schloss Spielerverkäufe aber nicht grundsätzlich aus, um die Lücke im Etat zu schließen.

Kapitän Glandorf gab ein Bekenntnis zum Klub ab, für den er seit 1999 spielt. "Ich will auf jeden Fall in Nordhorn die Saison zu Ende spielen, das habe ich mir vorgenommen", sagte der Nationalspieler.

Gut eine halbe Million fehlt

Allerdings ist der 25-jährige Rückraumspieler zu einem Wechsel bereit, wenn es der HSG Nordhorn hilft. "Wenn jemand kommt und sagt, 'Wir müssen dich verkaufen', dann mache ich das, um dem Verein zu helfen", sagte er der Tageszeitung "Die Welt". Glandorf ist aber weiterhin "guter Hoffnung", dass es in Nordhorn weitergeht.

Den Nordhornern fehlen im aktuellen Haushalt nach eigenen Angaben rund 500.000 bis 700.000 Euro. Außerdem wird wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der Schwarzgeldzahlung gegen die HSG-Marketinggesellschaft ermittelt.

Bis spätestens Ende dieses Monats will der angeschlagene Verein ein Finanzkonzept präsentieren. Eine Frist hat die HBL nicht gesetzt: "Es gibt kein schriftlich fixiertes Datum", bestätigte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. "Aber in den nächsten zwei bis vier Wochen muss etwas passieren."


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