Dienstag, 15.07.2008

Handball

DHB hält weiter an EM-Bewerbungen fest

Leipzig - Der Deutsche Handballbund (DHB) wird sich auch bei einer möglichen Kalenderreform um die Männer- und Frauen-Europameisterschaft im Doppelpack bewerben.

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© Getty

"Wir wären auch für 2011 bereit. Allerdings nur als Doppel-Konzept. Ein Entweder-Oder gibt es nicht", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier. Damit reagierte er auf Pläne der Europäischen Handball-Föderation (EHF), Männer-Europameisterschaften ab 2011 nur noch in ungeraden Jahren und im September auszurichten.

Entsprechende Anträge stehen beim EHF-Kongress am 26./27. September in Wien zur Abstimmung. Die EM-Turniere würden dann weiter alle zwei Jahre stattfinden.

DHB ist Konzept wichtiger als Austragungs-Jahr

Zugleich wird auf dem Konvent der Gastgeber für die nächsten Europameisterschaften gewählt, die nach bisherigem Rhythmus 2012 stattfinden würden. Kontrahenten des DHB sind bei den Männern Serbien und Frankreich, bei den Frauen Serbien, die Niederlande und die Ukraine.

Die nächste Männer-EM findet 2010 in Österreich statt, die kommenden Frauen-Turniere richten Mazedonien im Dezember dieses Jahres sowie Dänemark und Norwegen gemeinsam 2010 aus.

Bei seiner Kandidatur ist dem DHB das Konzept des Kombi-Paketes wichtiger als das Austragungs-Jahr. Das Konzept sieht vor, das Männer-Turnier im September und das Frauen-Championat im Dezember mit einer gemeinsamen Vermarktung auszutragen.

"Die Bewerbung für 2012 ist nicht nur auf 2012 festgesetzt. Wir sind zu beidem bereit, egal wann. Ob 2011 oder 2013 werden wir dann sehen", sagte Bredemeier. Sollte die Doppel-Bewerbung im ersten Anlauf scheitern, "sind wir auch nicht bockig", sagte der DHB-Vizepräsident.

Und fügte an: "Dann erhalten wir die Bewerbung eben für 2013 aufrecht."

Verstärkter Einfluss der Klubs

Die Kandidatur für die späteren Turniere könnte von mehr Erfolg gekrönt sein. Denn auf dem Kongress in Wien soll auch beschlossen werden, dass ab der EM 2013 nur noch das EHF-Exekutivkomitee die Championate vergibt und nicht mehr der Kongress.

Beim Weltverband IHF hatte die Entscheidung, dass das Council statt des Kongresses die WM-Gastgeber wählt, Deutschland das Männer-Turnier 2007 beschert.

Die mögliche Verlegung der EM in den September ungerader Jahre ist vor allem dem verstärkten Einfluss der Klubs geschuldet. "Wir als DHB haben nichts dagegen, wenn das Wunsch der Vereine ist", sagte Bredemeier.

Allerdings würde die EHF damit auf Konfrontation zum Weltverband gehen, der seine WM jeweils im Januar ebenfalls im Zwei-Jahres-Rhythmus in ungeraden Jahren austrägt. Bei den Männern findet die WM 2009 in Kroatien statt.

Für 2011 haben sich unter anderem Schweden und Spanien beworben. "Da muss man zu einer ganzheitlichen Lösung kommen", sagte Bredemeier.


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