Starke WM-Rivalen für DHB-Männer

SID
Sonntag, 22.06.2008 | 00:12 Uhr
Handball, Deutschland, WM-Titel
© DPA
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Hamburg - Die Mission Titelverteidigung startet für die deutschen Handballer mit einer schweren Auftaktgruppe: Für die Weltmeister von 2007 steht bei der WM 2009 in Kroatien schon in der Vorrunde die Neuauflage des WM-Finales gegen Polen an.

Daneben trifft die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vom 16. Januar bis 1. Februar auf Rekord-Olympia-Sieger Russland, das Überraschungsteam aus Mazedonien sowie die beiden nordafrikanischen Vertreter Algerien und Tunesien.

Das ergab die WM-Auslosung am 21. Juni in Zagreb. "Es ist schon hart, so früh im Turnier auf die individuell starken Polen zu treffen. In der Breite haben wir mal wieder die stärkste Gruppe erwischt", sagte Bundestrainer Heiner Brand, der das erneute Aufeinandertreffen mit dem Vize-Weltmeister als potenziellen Stolperstein ansieht.

"Müssen unter die ersten Drei kommen"

"Aber einem Weltmeister muss es gelingen, unter die ersten Drei zu kommen", sagte Brand auch, der sich mit seiner Mannschaft in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele befindet. Mindestens Dritter muss die deutsche Mannschaft in Vorrundengruppe C werden, um in die Hauptrunde einzuziehen.

Dort wären dann die drei besten Vertreter der Vorrundengruppe D, in der Europameister Dänemark, Norwegen, Ägypten, Serbien, Saudi-Arabien und ein Vertreter aus Panamerika spielen, die Gegner. Im Gegensatz zur WM 2007 in Deutschland gibt es in Kroatien keine Viertelfinal-Spiele.

Die beiden jeweils besten Teams der zwei Hauptrundengruppen bestreiten dann die Halbfinals, die wie das Endspiel in der neuen Handball-Arena in Zagreb ausgespielt werden.

Strombach optimistisch

DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier warnt davor, die Gruppe auf die leichte Schulter zu nehmen: "Nicht nur auf den ersten Blick ist das eine schwierige Gruppe. Polen ist stark und der ewig junge Klassiker gegen Russland hat es auch in sich. Die Mazedonier werden in Kroatien sicher mit einer großen Zuschauer-Unterstützung rechnen können. Und wie schwer man sich gegen die unorthodoxen Spielsysteme der Afrikaner tun kann, hat man ja schon öfter erlebt."

DHB-Präsident Ulrich Strombach kann der Auslosung sogar noch Gutes abgewinnen: "Es ist natürlich keine einfache Gruppe, aber ich bin nicht unzufrieden. Wir haben gute Chancen, die Hauptrunde zu erreichen - und dort würden wir dann den drei Favoriten aus Kroatien, Frankreich und Spanien aus dem Weg gehen, auf die wir frühestens im Halbfinale treffen könnten."

Olympische Spiele haben Priorität

Die Gastgeber aus Kroatien, deren Trainer Lino Cervar sich die Vorrundengruppe aussuchen durfte, entschied sich überraschend für die mit Abstand schwerste Gruppe, unter anderem mit den Ex-Weltmeistern Spanien und Schweden sowie den starken Koreanern. In Gruppe A ist Frankreich der große Favorit.

Die WM 2009 ist für Brand und seine Schützlinge, die sich als Weltmeister direkt für Kroatien qualifizierten, aber noch meilenweit entfernt. Zunächst will die DHB- Auswahl sich in Peking mit einer Olympia-Medaille dekorieren. Beim Olympischen Turnier (9. bis 24. August) treffen die Deutschen in der Vorrunde auf Russland, Europameister Dänemark, Afrikameister Ägypten, Island und Korea.

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