Dienstag, 03.06.2008

Handball - Brand gegen Olympia-Boykott

"Wir brauchen Vorbilder"

Hamburg - Bundestrainer Heiner Brand hat die Spitzenmannschaften in der Bundesliga aufgefordert, mehr deutsche Spieler einzusetzen. Derzeit kommen in den Top-Klubs überwiegend ausländische Akteure zum Einsatz.

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© DPA

"Im Kader der Champions-League-Teilnehmer Kiel, Flensburg und Gummersbach kommen nur vier von 42 Spielern aus Deutschland", sagte Brand bei der 10. Hamburg Soiree in der Hansestadt.

Stattdessen müssten deutsche Talente stärker gefördert werden, wenn der Handball seinen aktuellen Stellenwert behalten wolle. "Die jungen Leute müssen Vorbilder haben", sagte der Bundestrainer.

Vorbild Nationalmannschaft

Brand verwies auf die herausragende Bedeutung der Nationalmannschaft für den deutschen Handball. "21 Millionen Menschen vor den Fernseher zu bringen wie beim WM-Finale, das kann nur eine Nationalmannschaft schaffen", sagte der 55-Jährige.

Am 9. Juni startet die deutsche Mannschaft in die unmittelbare Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Erneut verwarf Brand Boykott-Gedanken.

Brand gegen Boykott 

"Ich bin ganz klar gegen einen Boykott", sagte der Bundestrainer. Er selbst habe als Aktiver 1980 beim Boykott der Spiele von Moskau nur Verbitterung gespürt.

"Der Sport war das einzige Gebiet, auf dem ein Boykott durchgezogen wurde. Er darf aber nicht Dinge erledigen, die die Politik nicht schafft", sagte Brand.

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