Samstag, 03.05.2008

Handball

Pleite für Flensburg - Kiel fast Meister

München - Die SG Flensburg-Handewitt hat den deutschen Meistertitel so gut wie verspielt.

Flensburg, Torge, Johannsen
© Getty

Der Tabellenzweite der Bundesliga verlor ein Nachholspiel der 15. Runde beim SC Magdeburg mit 28:32 (10:14) und hat zwei Spieltage vor Saisonende drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter THW Kiel.

6008 Zuschauer in der Magdeburger Bördelandhalle feierten Torhüter Silvio Heinevetter als besten Akteur der Gastgeber und mit dem ersten Heimsieg über die Flensburger seit 2004 das Ende einer schwarzen Serie.

Lemgo gewinnt Derby 

Die Magdeburger festigten mit dem 16. Saisonsieg ihren achten Rang und können weiter auf einen Europacup-Platz für die kommende Saison hoffen, wenn zwei der drei deutschen Europacup-Finalisten den Pokal gewinnen.

Auf dem siebten Platz bliebt der TBV Lemgo, der sich mit mehr Mühe als erwartet im Ostwestfalen-Duell mit 33:31 (18:12) gegen den TuS N-Lübbecke gewann. Die Nationalspieler Florian Kehrmann (7) und Michael Kraus (6) hatten vor 4412 Zuschauern wesentlichen Anteil am knappen Erfolg.

Christophersen im Torrausch

Im Kampf gegen den Abstieg hat der Wilhelmshavener HV wieder Hoffnung geschöpft. Der Tabellenletzte erkämpfte sich dank der 18 Tore (7 Siebenmeter) von Sven-Sören Christophersen ein 30:30 (14:14) gegen den TV Großwallstadt.

Der Jung-Nationalspieler verfehlte damit die Bundesliga-Rekordmarke des Polen Jerzy Klempel aus der Saison 1982/83 nur um einen Treffer.

Wilhelmshaven rangiert damit nur noch einen Punkt hinter dem Relegationsplatz 16, den TUSEM Essen einnimmt. Der Aufsteiger verlor in heimischer Halle mit 27:30 (11:14) gegen Frisch Auf Göppingen.

Bemerkenswert: Essen bot als zweiten Torhüter den 42-jährigen ehemaligen Nationalkeeper Jens Kürbis auf, der mehr als drei Jahre nach seinem Karriereende den verletzten Gerrie Eijlers ersetzte.

 


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