Samstag, 12.04.2008

Handball

Leipzig schafft Pokal-Hattrick mit 33:28-Sieg

Riesa - Der HC Leipzig hat als dritter Bundesligist zum dritten Mal in Serie den DHB-Pokal der Frauen gewonnen.

In einem packenden Endspiel feierte der Cupverteidiger in Riesa dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit einen 33:28 (13:15)-Sieg über den deutschen Meister 1. FC Nürnberg.

Vor 2000 Zuschauern in der ausverkauften erdgas-Arena warfen Mette Ommundsen (10/6) und Idalina Mesquita Borges (9) für Leipzig sowie Nationalspielerin Ania Rösler (7/3) für Nürnberg die meisten Tore.

Eine grandiose Leistung 

Der HC Leipzig schaffte damit als dritter Handball-Bundesligist den Hattrick nach Bayer Leverkusen und TuS Walle Bremen und peilt nun zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte das Double aus Pokalsieg und Meisterschaft an.

"Wir sind angetreten, um möglichst viele Titel zu holen, jetzt wollen wir natürlich den zweiten auch noch", sagte Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner und lobte das eigene Spiel: "Das war ein wahnsinnig hohes Niveau. Eine grandiose Leistung. Die Mannschaft hat unglaubliche Moral gezeigt, sich noch einmal so zurückzukämpfen."

Finale mit Tempo und Einsatz 

Das Spiel um den dritten Platz hatte zuvor Bayer Leverkusen für sich entschieden. Im bedeutungslosen "kleinen Finale" setzte sich der achtmalige Pokalgewinner, der überwiegend mit der zweiten Garnitur angetreten war, gegen ProVital Blomberg trotz Halbzeitrückstandes mit 28:25 (11:14) durch.

Nach dem zwar umkämpften, aber nur auf mäßigem Niveau stehenden Spiel um Rang drei boten Cupverteidiger Leipzig und Meister Nürnberg ein Finale mit hohem Tempo und Einsatz.

Dabei hatte das Team aus Franken, das im Halbfinale am Freitagabend Leverkusen 32:24 bezwungen hatte, zunächst den Vorteil auf seiner Seite. Nach der raschen 2:0-Führung setzte sich die Mannschaft von Trainer Herbert Müller auf 10:6 (15.) ab.

Mit Schwung aus der Pause 

Doch die Leipzigerinnen, im Halbfinale 33:28-Sieger gegen Blomberg, ließen sich nicht entmutigen. Mit vier Treffern in Serie glichen sie zum 10:10 (22.) aus und erkämpften sich beim 12:11 (24.) ihre zweite Führung des Spiels. Nürnberg aber konterte und erspielte sich bis zur Pause einen 15:13-Vorteil.

Mit neuem Schwung kam der HC Leipzig aus der Pause, glich zunächst zum 15:15 (33.) aus und geriet danach wieder mit 17:19 (38.) ins Hintertreffen. Unbeirrt aber setzte das Team von Trainer Morten Arvidsson seine Jagd nach dem fünften Pokalsieg fort und kämpfte sich zum 24:20 (45.) in Front und auf die Siegerstraße.


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