Sonntag, 02.03.2008

Handball

Nordhorn schreckt HSV - Magdeburg im Sinkflug

Hamburg - Die HSG Nordhorn wird in dieser Saison zum Schreckgespenst für Vizemeister HSV Hamburg.

Nachdem sich die Hanseaten im Kampf um die Meisterschaft kaum noch ernsthafte Chancen einräumen, hat ihr Präsident Andreas Rudolph zumindest den dritten Platz und damit die Qualifikation für die Champions League als Minimalziel ausgegeben.

Doch auch der ist in Gefahr. Grund: Die viertplatzierte HSG Nordhorn (36:12 Punkte) hat mit den Hamburgern (36:10) Tuchfühlung aufgenommen. Nach einem 30:29-Sieg in letzter Sekunde beim SC Magdeburg liegen die Niedersachsen auf Podiumskurs.

Die Nordhorner hatten allerdings erhebliche Mühe, die Ausfälle von drei Leistungsträgern (Przybecki, Mamelund, Myrhol) zu kompensieren. "Wir haben uns schwergetan", gestand Nationalspieler Holger Glandorf. Auch Trainer Ola Lindgren räumte ein: "Das war ein glücklicher Sieg. Aber wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt."

Derweil hält der Sinkflug des SC Magdeburg an. Der EHF-Pokalsieger rutschte nach der 13. Saisonniederlage auf Platz 13 ab. Die ernüchternde Bilanz: Vier Niederlagen in Serie, nur zwei Siege in zehn Partien.

Auch der neue Trainer Michael Biegler konnte die Talfahrt nicht stoppen. "So unglücklich zu verlieren tut sehr weh", meinte Biegler. "Nun müssen wir das Team für das Europacup-Spiel bei den Löwen wieder mental aufbauen."

Am Dienstag treten die Magdeburger zum Viertelfinal-Hinspiel im Europapokal der Pokalsieger beim Rivalen Rhein-Neckar Löwen an.

Dagegen hat der TBV Lemgo seine Schwächeperiode mit dem zweiten Sieg binnen vier Tagen beendet. Das 38:33 im Ostwestfalen-Duell bei GWD Minden lässt Lemgo weiter auf einen internationalen Startplatz in der nächsten Saison hoffen.

Trainer Markus Baur befand: "Die Mannschaft hat jetzt kapiert, worauf es ankommt: Wir kämpfen jetzt 60 Minuten." Ein Sonderlob erhielt Daniel Stephan. "Er macht das Richtige in kritischen Situationen. So muss ein Mittelmann spielen", meinte Baur begeistert.

Luft im Abstiegskampf verschaffte sich der HBW Balingen-Weilstetten. Die Schwaben besiegten Schlusslicht TuS N-Lübbecke mit 28:23 und kletterten von Platz 14 auf Rang 12.

Boden gut machte auch der TV Großwallstadt mit einem 35:34 gegen FA Göppingen. Im Hessen- Derby der Tabellennachbarn MT Melsungen und HSG Wetzlar gab es ein leistungsgerechtes 28:28.


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Wer wird HBL-Meister 2016/2017?

SG Flensburg-Handewitt
THW Kiel
Rhein-Neckar Löwen
Füchse Berlin
ein anderes Team

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.