Handball

Jurack will nach Peking

SID
Mittwoch, 26.03.2008 | 12:38 Uhr
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Leipzig - Ein Kurz-Trip in die alte Heimat soll für Weltklasse-Handballerin Grit Jurack der Ausgangspunkt für das nächste Karriere-Highlight werden - die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking.

Ungeachtet des juristischen Gezerres um die Besetzung des Ausscheidungsturniers will die WM-Torschützenkönigin in ihrer Geburtsstadt Leipzig die deutschen Frauen nach WM-Bronze auch zur ersten Olympia-Teilnahme seit 1996 führen.

"Wir werden alles geben, um die drei Spiele zu gewinnen, damit wir mit viel Selbstvertrauen nach Peking fahren können.

Ich hoffe, dass 2008 ein großer Erfolg wird", sagte die Kapitänin, die mit ihrem Team mit zwei Testspielsiegen gegen Polen eine gelungene Generalprobe feierte.

Qualifikation ist kein Selbstläufer

Und die Voraussetzungen sind optimal: Bei dem Vierer-Turnier von 28. bis 30. März genießt die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich nicht nur Heimrecht.

Sondern gegen Schweden, Kroatien und Kuba ist der Gastgeber zugleich Favorit und zum Erreichen eines der ersten beiden Plätze verdammt.

Doch Grit Jurack warnt eindringlich davor, die Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen und das Unternehmen Peking 2008 als Selbstläufer zu deklarieren.

Starke Gegner

"Die drei Teams sind überhaupt nicht zu unterschätzen. Sie wollen auch nach Peking und werden alles geben", meinte die zu einer Vorzeige-Athletin gereifte Rückraumspielerin, die erst kürzlich nach 1999, 2000 und 2001 zum vierten Mal zur deutschen "Handballerin des Jahres" gekürt wurde.

Ursprünglich stand Spanien als einer der Gegner in Leipzig auf dem Plan. Aber nachdem der Internationale Sportgerichtshof CAS in der Vorwoche einer Klage des asiatischen Verbandes stattgab und die vom Weltverband IHF zur Wiederholung angesetzte Asien-Qualifikation annullierte, wurde das Starterfeld wieder neu gemischt.

Wir wollen unbedingt nach Peking

Erst sollte nach dem Willen der IHF der zweimalige Olympiasieger Südkorea aus logistischen Gründen kommen.

Doch der Deutsche Handballbund setzte sich gegen diese Regelwidrigkeit erfolgreich zur Wehr und so rückte Kroatien nach.

"Dieser Wechsel erhöht die sportliche Herausforderung noch einmal, aber sie ist lösbar. Wir wollen unbedingt nach Peking", blickte Emrich auf die Alles oder Nichts-Spiele voraus.

Nur eine Spielerin mit Olympia-Erfahrung

Im aktuellen 16-köpfigen Kader ist Grit Jurack, die insgesamt neun Jahre beim HC Leipzig in der Bundesliga spielte und zahlreiche Titel gewann, die einzige Spielerin mit Olympia-Erfahrung.

Was sie in Peking erwartet - darüber macht sie sich noch keine Gedanken. "Ich kenne den Modus des Turniers gar nicht, wie viele Teams in welchen Gruppen spielen. Ich will einfach erstmal nur die Qualifikation schaffen", sagte die Dänemark-Legionärin, die als bisher einzige Deutsche mit ihrem Club Viborg HK die Champions League gewann.

Leipzig hat ein Handball-Publikum

Dass das Ausscheidungsturnier in ihrer Heimatstadt ausgetragen wird, motiviert sie um so mehr. "Als ich erfuhr, dass wir in Leipzig spielen, war ich mir fast sicher, dass wir diese Aufgabe lösen können. Leipzig hat ein super Handball-Publikum, wir werden in der Arena eine großartige Kulisse haben", ist sich die 30-Jährige sicher.

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