Montag, 31.03.2008

Handball

IHF-Präsident dementiert Manipulationsvorwurf

Leipzig - Der Präsident des Handballweltverbandes IHF, Hassan Moustafa, hat eine Mitschuld an dem Skandal bei der asiatischen Olympia-Qualifikation vehement bestritten.

"Ich habe mit den Manipulationen nichts zu tun", sagte Moustafa in einem Interview mit der Fachzeitschrift "Handballwoche" (Dienstag-Ausgabe). Damit äußerte sich der Ägypter zum ersten Mal zu den Vorwürfen und zu dem Grundsatz-Urteil des Internationalen Sportgerichts CAS. "Was bei den asiatischen Qualifikationen abgelaufen ist, war gefährlich für den Handball. Ich hoffe, dass so etwas nie wieder passiert", betonte Moustafa.

Um eine Wiederholung der Ereignisse aus Toyota-City und Alma Ata zu verhindern, will die IHF nach Aussage von Moustafa in Zukunft "die komplette Kontrolle über alle Turniere haben. Das heißt: Wir entsenden einen Supervisor und wir bestimmen die Schiedsrichter."


"Die Sache ist erledigt" 

Froh zeigte sich Moustafa auch über das Urteil des Sportgerichtshofs. "Wir wollten, dass der CAS die Angelegenheit klärt, und er hat uns Recht gegeben, was die Wiederholung des Männer-Turniers betrifft. Dort konnten wir genügend Beweise vorlegen. Die Wiederholung des Frauenturniers wurde annulliert. Dieses Urteil müssen wir akzeptieren, für uns ist die Sache erledigt", erklärt Moustafa.

Der Ägypter ist nach eigenen Worten aus den Querelen gestärkt hervorgegangen und will auch 2009 wieder für sein Amt kandidieren: "Wenn die Delegierten mich weiter wollen und mit mir zufrieden sind, werde ich als IHF-Präsident weiterarbeiten. Also: Ich trete 2009 wieder an."

IHF bekommt recht 

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne hatte in der Manipulationsaffäre um die asiatische Olympia-Qualifikation dem Weltverband IHF nur teilweise recht gegeben. Das dreiköpfige Gremium entschied am 20. März dass bei den Männern das Ergebnis des im Oktober 2007 in Kuwait veranstalteten Qualifikationsturniers annulliert wird.

Damit gab der CAS "aufgrund der klaren Beweislage" der IHF recht, die die Qualifikation wegen Manipulationen als ungültig betrachtet hatte und diese nach einer Entscheidung des IHF-Councils vom 17. Dezember 2007 wiederholen ließ.

Südkorea direkt qualifiziert 

Im Januar hatte sich schließlich Südkorea gegen Japan durchgesetzt und sich für die Olympischen Spiele in Peking direkt qualifiziert. Im Gegensatz dazu entschied der CAS, dass das Frauen-Turnier, das im August 2007 im kasachischen Almaty ausgetragen wurde, rechtmäßig abgelaufen sei.

Der Streit über die angeblichen Manipulationen bei den asiatischen Qualifikationsturnieren hatten zu einem Machtkampf zwischen IHF und dem asiatischen Kontinentalverband AHF geführt. Die AHF bestreitet jegliche Manipulationen und hatte Japan und Südkorea - die einzig verblieben Nationen, die bei der Wiederholung der Qualifikationen im Januar gespielt hatten - aufgrund deren Teilnahme mit Geldstrafen belegt.


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