Frauen in Spiellaune: 36:27 gegen Polen

SID
Montag, 24.03.2008 | 19:48 Uhr
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Salzgitter - Deutschlands Frauen haben den ersten von zwei Tests für die Olympia-Qualifikation bestanden. Der WM-Dritte bezwang am Ostermontag in Salzgitter Polen mit 36:27 (16:11) und präsentierte sich dabei in Spiellaune.

Vor 1.325 Zuschauern waren Grit Jurack (Viborg/8/1) und Nadine Krause (Kopenhagen/6/1) beste Torschützinnen für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die beim Vier-Nationen-Turnier in Leipzig gegen Kroatien, Kuba und Schweden um zwei Olympia-Plätze spielt.

Für den WM-Elften Polen, der am 25. März in Celle erneut Gegner der deutschen Mannschaft ist, war Karolina Kudlacz (10/3) vom HC Leipzig beste Werferin.

Bis auf Nora Reiche (Viborg), die wegen eines Kreuzbandrisses sogar um eine mögliche Olympia-Teilnahme bangen muss, hatte Bundestrainer Armin Emrich sein bestes Aufgebot zusammen.

Freude auf's Trainingslager

Im Rahmen eines Trainingslagers in Barsinghausen hatte er seine Spielerinnen sowohl auf die Partien gegen Polen als auch die bevorstehenden Qualifikationsspiele vorbereitet.

"Wir haben uns auf Barsinghausen gefreut. Dort können wir in einem vertrauten Umfeld die Grundlage für eine erfolgreiche Olympia-Qualifikation schaffen", erklärte Emrich.

Für die deutschen Frauen geht es in Leipzig um die erste Olympia-Teilnahme seit 1996. Und die Chancen dafür stehen auch durch den Heimvorteil gut.

"In der Weltspitze etabliert"

"Die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich hat sich in den letzten Jahren in der Weltspitze etabliert, was sich nicht allein am dritten Platz bei der letzten Weltmeisterschaft in Frankreich festmachen lässt. Diesen Trend will der DHB untermauern und ist deshalb das finanzielle Risiko eingegangen, das Olympia- Qualifikationsturnier mit Kroatien, Schweden und Kuba in Leipzig auszutragen", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

Erste Früchte der Arbeit zeigten sich bereits in Salzgitter. Das DHB-Team startete furios. Von 3:0 (4.) setzte sich der Gastgeber über 8:1 (11) bis auf 11:2 (14.) ab.

Dann aber verlor der WM-Dritte zunächst den Faden. Leichte Fehler reihten sich aneinander und belegten, dass es der deutschen Mannschaft noch an der Feinabstimmung mangelt.

Polen verkürzt vor der Pause

So konnten die Polinnen, bei denen Kudlacz Dreh- und Angelpunkt des Spiels war, bis auf 10:15 (27.) verkürzen und lagen auch zur Pause nur mit fünf Treffern zurück.

Im zweiten Durchgang startete die Mannschaft um Jurack erneut mit starker Offensivleistung. Zwar schmolz der Vorsprung vom 21:13 (35.) noch einmal auf 23:18 (39.).

Doch hatte die DHB-Auswahl die Polinnen, die in Rumänien gegen den Gastgeber, Ungarn und Japan um die Olympia- Qualifikation spielt, fest im Griff un die Partie spätestens beim 32:23 (52.) entschieden.

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