Donnerstag, 21.02.2008

Handball

HBL will politische Kundgebungen unterbinden

Leipzig - Die Handball-Bundesliga (HBL) will keine politischen Kundgebungen bei Liga-Spielen zulassen. Alle Schiedsrichter sind angewiesen worden, in der 1. und 2. Bundesliga "jedwede Form von politischer Äußerung sofort und ohne Zögern zu unterbinden", teilte die HBL mit.

Damit reagierte die Bundesliga auf die Forderung des serbischen Handball-Verbandes an seine Spieler im In- und Ausland, ihren Protest gegen die Unabhängigkeit des Kosovos durch das Tragen einer schwarzen Armbinde während der Spiele zum Ausdruck zu bringen.

"Politische Äußerungen widersprechen ­ egal in welcher Form ­ dem Grundlagenvertrag, der Satzung und dem Selbstverständnis der Toyota HBL. Aus diesem Grunde können wir gar nicht anders handeln", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann.

Zugleich wies er darauf hin, dass damit die politische Entwicklung im Kosovo weder kommentiert noch bewertet werden soll. "Es geht einzig und allein darum, dass die HBL keine Plattform für politische Aktivitäten sein darf", sagte er.


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