Handball

Sensations-Comeback des HSV

SID
Sonntag, 10.02.2008 | 17:13 Uhr
Flensburg, Hamburg, Handball
© Imago
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Flensburg - Der deutsche Norden steht auch in der Champions League für packende Krimis. Dank einer Aufholjagd hat der HSV Hamburg zum Hauptrunden-Auftakt der "Königsklasse" bei der SG Flensburg-Handewitt ein 33:33 (13:17) erkämpft.

Mit dem Punktgewinn nach einem Sechs-Tore-Rückstand haben die Hanseaten das Champions-League-Trauma der Flensburger verlängert, nachdem diese vor gut neun Monaten bereits das erste Bundesliga-Endspiel der "Königsklasse" gegen den THW Kiel und damit zum zweiten Mal ein Champions-League-Finale verloren hatten.

"So noch einmal zurück zu kommen, ist sensationell für uns. Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt in Flensburg", sagte Hamburgs Nationalspieler Pascal Hens nach der mitreißenden Partie.

Yoon behält die Nerven

Sieben Sekunden vor Schluss hatte der Südkoreaner Kyung-Shin Yoon mit seinem sechsten Treffer per Siebenmeter den Endstand markiert. Vor 6300 Zuschauern in der ausverkauften Campushalle warfen Blazenko Lackovic, Kasper Nielsen und Marcin Lijewski jeweils sechs Tore für den Gastgeber.

Im Auftaktspiel gelang dem THW Kiel mit dem 39:25 (17:10) ein ungefährdeter Sieg beim französischen Meister US Ivry HB, der VfL Gummersbach musste sich bei Montpellier HB mit 37:41 (18:22) geschlagen geben.

Im Europapokal der Pokalsieger distanzierten die Rhein-Neckar Löwen wie im Rausch den schwedischen Meister Hammarby IF mit 36:26 (17:17) und öffneten die Tür zum Viertelfinale ganz weit. Unterdessen festigte die HSG Nordhorn, die bereits zuvor SKIF Krasnodar mit 35:25 im EHF-Pokal besiegt hatte, mit einem 35:30- Erfolg über die HSG Wetzlar Platz vier in der Bundesliga.

Kiel ohne Mühe

Der Champions-League-Gewinner 2007 aus Kiel hatte keine Mühe in der französischen Hauptstadt und könnte schon am kommenden Sonntag zu Hause gegen Medwedi Moskau für eine Vorentscheidung um das einzige Ticket für das Halbfinale sorgen.

Bester Mann auf dem Feld war der französische Nationaltorhüter Thierry Omeyer, der der THW-Abwehr einen souveränen Rückhalt gab und seine Landsleute mit 24 Paraden zur Verzweiflung trieb. "Es ist immer toll in Frankreich zu spielen", sagte Omeyer, "ich war sehr motiviert und wollte zeigen, für welch tolle Mannschaft ich jetzt spiele".

Gummersbach mit Abwehrproblemen

Gummersbach hatte in Frankreich vor allem Probleme mit der Deckung. Die eigene fand gegen den Tunesier Wissem Hmam, der zwölf Tore erzielte, keine Einstellung. Auf der Gegenseite hatte man gegen die Manndeckung für Momir Ilic keine Mittel. "Ohne Vedran Zrnic und Oleg Kuleschow fehlten die taktischen Alternativen", meinte Trainer Alfred Gislason.

Um nicht schon frühzeitig die K.o.-Runde aus den Augen zu verlieren, muss am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Gorenje Velenje aus Slowenien unbedingt gewonnen werden.

Die Rhein-Neckar Löwen taten sich gegen Hammarby eine Halbzeit lang schwer, doch nach der Pause platzte der Knoten. Mit attraktivem Kombinationshandball wurde die Deckung der Schweden auseinandergenommen und ein Tor nach dem anderen erzielt. Gleichzeitig ließ die Abwehr nur noch neun Gegentreffer zu, so dass das Rückspiel am kommenden Donnerstag Formsache sein sollte.

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