Klarer Sieg gegen Island

Einmal durchatmen

SID
Dienstag, 22.01.2008 | 17:53 Uhr
Deutschland, Island
© Getty
Advertisement
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev vs Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg
NBA
Wizards @ Trail Blazers
Basketball Champions League
medi Bayreuth -
AEK Athen
Basketball Champions League
Sidigas Avellino -
Baskets Bonn

Trondheim - Die deutschen Handballer haben ihren Charaktertest mit Bravour bestanden und bei der EM weiter gute Chancen auf das Halbfinale.

Zwei Tage nach dem 22:30-Debakel gegen Spanien besiegte der Weltmeister in Trondheim zum Auftakt der Hauptrunde Island mit 35:27 (17:12). Dank der zurückgewonnenen Durchschlagskraft im Angriff feierte der Olympia-Zweite seinen dritten Turniersieg und hat vor dem brisanten Duell mit Titelverteidiger Frankreich am Mittwoch 4:2 Punkte.

Vor 1.380 Zuschauern war Holger Glandorf mit neun Treffern der überragende Werfer der deutschen Mannschaft, die sich mit zwei Gesichtern präsentierte. "Wir haben uns das Leben nach der Pause selbst schwer gemacht", kritisierte Bundestrainer Heiner Brand. Auch Geburtstagskind Markus Baur fand trotz des deutlichen Erfolges noch Ansätze zur Verbesserung. "Wir haben im Angriff vor der Pause völlig den Faden verloren, am Ende die Sache aber doch noch sicher nach Hause gebracht", meinte der Spielmacher.

Starker Rückraum

Mit einer intensiven Fehleraufarbeitung aus der Pleite gegen Spanien hatten sich die deutschen Spieler auf die Partie gegen Island vorbereitet. "Ein Video kann Wunder bewirken", meinte Brand und verlangte von seinen Spielern mehr Teamgeist. "Wir müssen zeigen, dass wir eine Mannschaft sind - nicht nur wenn man siegt, sondern auch wenn man verliert", forderte er.

Nicht wild, aber entschlossen trat die Auswahl des DHB in ihrem ersten Hauptrundenspiel auf. Vor allem, weil der zuletzt arg gescholtene Rückraum endlich die nötige Torgefahr ausstrahlte, dominierte der Weltmeister die Partie. "Endlich ist bei uns der Knoten geplatzt. Nun hoffen wir natürlich, dass es so weitergeht", sagte Rückraumspieler Pascal Hens. Mit einer bislang nicht gezeigten Souveränität beim Abschluss warfen die Deutschen einen 6:0-Vorsprung (9.) heraus.

Zehn Minuten ohne Treffer

Allerdings leisteten die überraschend harmlosen Isländer anfangs auch keine nennenswerte Gegenwehr und blieben zehn Minuten ohne Treffer. Lediglich der frühere Magdeburger Olafur Stefansson und Gudjon Valur Sigurdsson trafen für die Nordeuropäer, die vom Gummersbacher Bundesliga-Trainer Alfred Gislason betreut werden. Das aber reichte bei weitem nicht, um den Deutschen ein ebenbürtiger Widersacher zu sein. Die konzentriert zu Werke gehenden Weltmeister setzten sich nahezu problemlos auf 14:5 (23.) ab.

Doch im Gefühl der sicheren Führung gingen der DHB-Auswahl Konzentration und Aufmerksamkeit und damit auch wieder einmal die spielerische Linie verloren. Durch vier Gegentreffer hintereinander schmolz die komfortable 17:8-Führung bis zur Pause auf 17:12.

Brand angefressen

Doch damit war das Tief der deutschen Mannschaft noch nicht beendet. Auch nach Wiederanpfiff agierte der Weltmeister plan- und ideenlos. "Wir haben das schlechte Gefühl mit aus der Pause gebracht", bemängelte Brand. Jegliche Sicherheit war dahin, nachdem die Isländer wie die Spanier zwei Tage zuvor auf eine 5:1-Abwehr umgestellt hatten.

Vor allem mit Blick auf das schwere und vorentscheidende Spiel in der Hauptrunde gegen Frankreich war Brand über den Durchhänger seiner Mannschaft erzürnt. "Ich habe schon ein bisschen an das Spiel gegen Frankreich gedacht. Es wäre schön gewesen, wenn wir die wichtigen Spieler in der zweiten Hälfte hätten schonen können. Aber das ging leider nicht, weil wir stellenweise zu unaufmerksam waren. Deswegen bin ich angefressen."

Beim 22:20 (41.) war der Vorsprung nahezu aufgebraucht. Nicht zuletzt, weil Glandorf schon zeitig mit zwei Zeitstrafen belastet war und wegen der drohenden Disqualifikation nach drei Zwei-Minuten-Strafen vorübergehend vom Feld genommen wurde, fehlte die Dynamik im Angriffsspiel. Das änderte sich durch Glandorfs Rückkehr. Mit seinem Treffer zum 24:21 (44.) gab er der DHB-Auswahl die Initialzündung, um sich auf 30:23 (51.) abzusetzen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung