Golf

Kaymer solide – Jäger überzeugt

Von Marco Kieferl
Stephan Jäger spielte 1 unter Par und hat gute Chancen, den Cut zu überstehen

Martin Kaymer und Stephan Jäger starten mit ordentlichen Ergebnissen in die 117. Ausgabe der US Open in Erin Hills, Bernd Wiesberger hält als Elfter den Anschluss an die Spitze. Dennoch ist gegen die Rekordrunde von Rickie Fowler kein Kraut gewachsen. Während der 28-Jährige an der Spitze des Feldes brilliert, verabschieden sich die Topfavoriten frühzeitig aus dem Titelkampf.

"Egal ob einen Schlag oder mehr, wenn man hier jeden Tag unter Par spielt, ist man vollkommen happy", zeigte sich Stephan Jäger als bester Deutscher am Donnerstag zufrieden. Mit vier Birdies und drei Bogeys unterstrich Jäger mit einer 71 bei seiner zweiten US-Open-Teilnahme nach 2015 seine starke Form der letzten Wochen.

Jäger hatte inklusive des Qualifikationsturniers in Georgia seine letzten drei Turniere allesamt gewonnen und wird damit höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr auf der PGA Tour aufteen. Dennoch zeigte sich der 28-jährige Münchener im Anschluss an seine Runde auch selbstkritisch: "Drei Birdies zur Rundenmitte waren schön, doch auch auf den einfacheren Löchern. Anschließend habe ich leider einige Fairways verfehlt und musste richtig kämpfen. Wichtige längere Putts zum Par sind gefallen, die man immer benötigt, um die Runde am Laufen zu halten."

Kaymer solide, aber nicht gut genug

Martin Kaymer ist US-Open-Golf als Sieger aus dem Jahr 2014 bestens gewohnt, hatte aber dennoch im Flight der Ex-Champions mit Dustin Johnson und Jordan Spieth zu kämpfen. Ein schnelles Birdie auf seinem Auftaktloch, der 10, brachte den Deutschen früh unter Par. Es folgten jedoch vier Bogeys und lediglich drei Birdies für eine Auftaktrunde von 72 Schlägen.

"Ich habe mit einem guten Birdie an Loch acht aufgehört, um wieder auf Even Par zu gehen, was im Endeffekt wirklich wichtig war", zeigte sich Kaymer nach der Runde mit dem Ende seiner Runde zufrieden: " Bei einer US Open musst du dir die Chancen wirklich erarbeiten und diese auch nutzen. Einige Fahnenpositionen waren wirklich schwierig gesteckt, so dass es schwierig war, den Ball nah am Loch zu platzieren."

Trotz der 72 geht Kaymer als geteilter 45. in die zweite Runde, weil sich der Platz in Erin Hills trotz seiner Länge erstaunlich leicht spielte. 44 Spieler unter dem Platzstandard stellten einen neuen Rekord für Auftaktrunden bei den US Open dar.

Fowler an der Spitze der Rekordjäger

Den Gipfel der Rekordjagd am Donnerstag erreichte Rickie Fowler. Der 28-Jährige stellte mit seiner bogeyfreien Runde von sieben unter Par den Rekord für die beste Auftaktrunde einer US Open in Relation zum Platzstandard auf. Dennoch führt der Amerikaner nur mit einem Vorschlag Vorsprung vor Paul Casey und Qualifikant Xander Schauffele, die beide für die beste Runde des Nachmittags verantwortlich waren.

Bernd Wiesberger spielte sich ebenfalls in den frühen Abendstunden mit einer Auftaktrunde von 69 Schlägen auf den geteilten elften Rang vor. Dem Österreicher gelangen zwischenzeitlich vier Birdies in Folge, ehe er zwei Bogeys mit einem Birdie auf seinem letzten Loch, der 9, ausglich.

Top3 der Welt bringt sich um Titelchance

Neben einer Vielzahl von guten Ergebnissen hielt der erste Tag in Wisconsin auch einige Enttäuschungen bereit. Die besten sechs Spieler der Weltrangliste landeten am Ende der Runde bei einem Ergebnis über Par. Besonders überraschend waren dabei Dustin Johnsons 75 als amtierender Titelverteidiger sowie die schwachen Leistungen von Rory McIlroy und Jason Day, die sich mit sechs und sieben über Par frühzeitig um jegliche Siegchancen brachten.

Für eine traurige Nachricht am Rande des Turniers sorgte der Absturz eines Luftschiffs knapp hinter der 18. Spielbahn. Der Zeppelin hatte keinen direkten Bezug zum Turnier, sorgte aber durch seinen Absturz für eine kurze Unterbrechung des Spielgeschehens. Augenzeugen zufolge war ein Feuer an Bord des Zeppelins ausgebrochen. Der Pilot konnte sich offenbar mit einem Fallschirm retten, erlitt aber Brandverletzungen.

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