Golf

"Windflüsterer" Kaymer startet gut

SID
Martin Kaymer möchte seinen Titel bei der Players Championship in Ponte Vedra Beach verteidigen
© getty

Von einer Zauberrunde wie im Vorjahr war "Windflüsterer" Martin Kaymer weit entfernt, der gute Start in die Players Championship aber stimmte Deutschlands Golfstar dennoch zuversichtlich. "Der Wind hat die ganze Sache sehr knifflig gemacht", sagte der 30-Jährige: "Alles in allem, besonders mit meinem Finish, bin ich aber sehr zufrieden."

Tatsächlich war es der Endspurt mit zwei Birdies auf der 16 sowie der 17 mit dem berühmten Insel-Grün, der Kaymer für die zweite Runde am Freitag eine gute Ausgangslage bescherte. "Vor allem der Schlaggewinn an der 17 war ein Bonus. Aber den würde ich jeden Tag annehmen", sagte der Rheinländer augenzwinkernd.

Mit letztlich 69 Schlägen hatte er den schwierigen Par-72-Kurs des TPC Sawgrass am ersten Tag gemeistert und ebenso wie der Münchner Alex Cejka damit den elften Rang belegt. Eine zweifellos gute Runde der beiden Deutschen - und dennoch nicht annähernd so stark wie der von Kaymer im vergangenen Jahr aufgestellte Platzrekord von 63 Schlägen.

US-Open-Champion Kaymer, der nach durchwachsenen Leistungen in der jüngeren Vergangenheit immer wieder ratlos gewirkt hatte, wusste nun aber immerhin, woran es fehlte. "Ich habe ein paar schlechte Schläge gemacht", sagte er zunächst. Nach kurzer Bedenkzeit ergänzte er: "Das war der Fall, weil ich die falschen Schläger gewählt habe. Daher war auch die zweite Hälfte derart abwechslungsreich."

Nach zwei Birdies auf den ersten neun Bahnen wirkte Kaymer dann im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig durch den Wind, notierte zunächst einen weiteren Schlaggewinn, dann zwei Bogeys nacheinander und zuletzt die besagten Birdies zum Ende der Runde.

"Schwer den richtigen Schläger zu wählen"

Auf dem elften Platz fanden sich Kaymer und Cejka derweil in bester Gesellschaft. Unter anderem der Spanier Sergio Garcia, der Australier Jason Day und der Weltranglistenerste Rory McIlroy (Nordirland) erreichten das Klubhaus mit dem gleichen Score. "Ich bin glücklich mit meinem Start", sagte McIlroy, der dann auch in das gleiche Horn wie Kaymer blies: "Bei diesen Verhältnissen ist es wirklich schwer, den richtigen Schläger zu wählen."

Die nötige Expertise, vielleicht aber auch nur ein bisschen Glück, hatten offenbar der Japaner Hideki Matsuyama, David Hearn aus Kanada sowie Charley Hoffman und Kevin Na (beide USA). Das Quartett setzte sich mit 67 Schlägen an die Spitze und darf beim "fünften Major" des Jahres auf den Siegerscheck in Höhe von 1,8 Millionen Euro hoffen.

Masterssieger Spieth mit gebrauchtem Tag

Drei Stars der Szene benötigen hingegen schon nach dem ersten Tag eine Aufholjagd, um noch einmal ganz vorne anzuklopfen. US-Superstar Tiger Woods spielte ebenso wie Deutschlands Golf-Ikone Bernhard Langer (Anhausen) eine 73, US-Masterssieger Jordan Spieth (USA) musste sogar noch zwei Schläge mehr auf der Scorecard notieren. "Das war ein wirklich, wirklich armseliger Tag", sagte Spieth nach seiner schlechtesten Runde in dieser Saison.

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