"Kaymer-Sieg würde mich nicht überraschen"

Von Interview: Florian Regelmann
Dienstag, 09.04.2013 | 12:55 Uhr
Phil Mickelson half Zach Johnson in das Green Jacket
© getty
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2007 hieß der Masters-Champion Zachary Harris Johnson. Vor dem ersten Major des Jahres (1. Runde, Do. im LIVE-TICKER) erklärt der 37-Jährige im SPOX-Interview Augusta. Ein Gespräch über das Green Jacket, tiefen Glauben und Fußball.

SPOX: Zach, es ist wieder so weit, Augusta. Was schießt Ihnen als Erstes in den Kopf, wenn Sie jedes Jahr die Magnolia Lane hochfahren?

Zach Johnson: Ich muss immer an eins denken: Was für ein Glückspilz ich doch bin, dass ich jedes Jahr die Magnolia Lane entlang fahren darf. Und das solange ich nur irgendwie kann. Ist das nicht großartig?!

SPOX: Absolut. Haben Sie einen Lieblingsplatz im Augusta National Golf Club?

Johnson: Wissen Sie was, ich bin nicht sicher, ob ich wirklich ein Lieblingsloch habe. Amen Corner ist natürlich sehr speziell, aber mein liebster Platz auf dem Kurs ist eigentlich immer der, von dem ich für den Putt nur noch ein Tap-In habe. (lacht)

SPOX: Was nicht jeder weiß: Sie hatten Ihr erstes Augusta-Erlebnis schon ganz früh, noch als Fan...

Johnson: ... und wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich das Masters einmal gewinnen würde, dann hätte ich ihn für komplett verrückt erklärt und einweisen lassen. Außerhalb der Absperrungen zu stehen und das Masters zum ersten Mal in sich aufzusaugen, ist so eine unglaubliche Erfahrung. Und dann schlüpfe ich eines Tages tatsächlich ins Green Jacket... Es fälllt mir selbst heute noch schwer, dafür überhaupt Worte zu finden. Es ist unfassbar.

SPOX: Was ist Ihre liebste Erinnerung an diese magische Woche im April 2007?

Johnson: Es ist schwer, einen besonderen Moment herauszupicken, weil die Woche voll war an magischen Momenten. Aber wenn Sie mich so fragen und ich mich für einen Augenblick entscheiden muss, dann würde ich sagen, dass es der war, als ich meine Runde beendete und meine Schwiegermutter aus den Zuschauern auftauchte und plötzlich vor mir stand, mit meinem neugeborenen Sohn Will auf dem Arm. Dass dieser Moment vom Fernsehen aufgezeichnet wurde und ich mir das Band eines Tages, wenn Will älter ist, zusammen mit meinem Sohn werde anschauen können, ist einfach ein Traum.

SPOX: Seitdem haben Sie jedes Jahr beim traditionellen Champions Dinner die Ehre, sich das Green Jacket überzustreifen. Würden Sie es nicht gerne das ganze Jahr tragen, es muss sich fantastisch anfühlen, oder?

Johnson: (lacht) Das tut es. Aber wenn ich ehrlich bin, wäre es nicht meine erste Wahl, das Green Jacket das ganze Jahr über zu tragen. Ich bin ein eher zurückhaltender Mensch und modisch mehr der "Casual"-Typ. Aber es ist natürlich immer etwas ganz Spezielles, das Green Jacket anzulegen und damit zum Champions Dinner zu gehen.

SPOX: Sie sprechen das Champions Dinner an. Da werden sicher spannende Geschichten erzählt.

Johnson: Es ist immer ein ganz besonderer Abend. Wenn es nach mir geht, müsste ich den ganzen Abend lang eigentlich keinen Ton sagen. Ich würde am liebsten dasitzen und all den ehemaligen Champions zuhören, vor allem den älteren, weil sie ein Teil einer so großen Geschichte sind beim Masters und im Golfsport generell. Ich liebe es, ihnen zuzuhören.

SPOX: Ihr Triumph liegt sechs Jahre zurück. Wenn Sie den Erfolg reflektieren, wie sehr hat er Ihr Leben und Sie als Person verändert?

Johnson: Ich denke, dass mich der Sieg als Mensch überhaupt nicht verändert hat. Das hoffe ich zumindest. Ich bin der gleiche Zach Johnson, der nach wie vor die gleichen Prioritäten im Leben hat, wie vor dem Sieg 2007. Klar, der Masters-Sieg hat mir einige Türen geöffnet und meiner Karriere auf dem Platz wirklich geholfen, aber abseits des Platzes hoffe ich, dass ich immer noch derselbe Zach geblieben bin. Ich habe ein sehr gutes Umfeld, das dafür sorgt, dass das auch so bleibt.

SPOX: Sie haben immer betont, dass Sie doch nur ein ganz normaler Typ aus Iowa seien. Was bedeutet das für Sie, ein ganz normaler Typ zu sein?

Johnson: Zunächst mal ist es so, dass mir Iowa unglaublich viel bedeutet. Es liegt mir sehr am Herzen, allein deshalb erfüllt es mich mit Stolz, wenn ich sagen darf, dass ich aus Iowa komme. Es bedeutet mir alles, weil es der Ursprung von allem ist und mich zu dem gemacht hat, der ich heute bin. Es ist egal, wo ich auch spiele, ich sehe immer Leute aus Iowa in den Zuschauern, die mich anfeuern. Das gibt mir jedes Mal ein irres Gefühl.

SPOX: Es ist ja ganz interessant, dass Ihre kleine Heimatstadt Cedar Rapids neben Schauspieler Ashton Kutcher einen Masters-Champion und einen Super Bowl MVP als Söhne der Stadt hat. Kurt Warner.

Johnson: Und ich bin sehr glücklich, dass ich Kurt einen Freund nennen darf. Wir Iowans lieben die Menschen, die aus unserer Gegend kommen, wirklich sehr. Wenn jemand dann in die Welt rausgeht und Erfolg hat, und er die Werte, für die wir stehen, repräsentiert, bekommt er eine unglaubliche Unterstützung. Kurt ist ein toller Mensch und ein großes Vorbild - er wird in Iowa vergöttert.

SPOX: Es gibt viele Superstars, die fünf der teuersten Autos in ihrer Garage stehen haben. Was ist der größte Luxus, den Sie sich einmal geleistet haben?

Johnson: Ich bin ein ziemlich genügsamer, sparsamer Typ und mag es so auch. Aber als ich mein erstes Turnier auf der Tour gewonnen habe, bin ich mal unvernünftig geworden, habe geprasst und mir einen neuen BMW gekauft. Inzwischen habe ich eine gute Verbindung zu BMW, auf die ich sehr stolz bin. Sie machen die besten Autos in der Welt.

SPOX: Sie haben vorhin Werte angesprochen. Wie sehr hat Ihnen Ihr Glaube an Gott in Ihrer Karriere geholfen?

Johnson: Mein Glaube ist für mich das Wichtigste auf der Welt. Er ist mein Leben, mein Anker und meine innere Mitte. Mein Glaube war auch unglaublich wichtig für meine Karriere. Weil er meine Nummer-eins-Priorität ist, bedeutet es gleichzeitig, dass Golf nur irgendwo weiter unten auf der Liste kommt. Das mag sich seltsam anhören, aber wenn Golf nicht dein Gott ist, dann geht es auch nicht um Leben und Tod, wenn du spielst. Als eine Folge davon fühle ich mich während extremen Drucksituationen normalerweise immer sehr wohl und bleibe ruhig.

SPOX: Wie sieht es denn mit einem zweiten Green Jacket aus? Seit Ihrem Erfolg haben Sie nicht mehr so gut gespielt in Augusta.

Johnson: Das ist nicht ganz richtig. Es ist nicht so, dass ich nicht gut gespielt habe. Ich habe nur keine guten Ergebnisse erzielt. Ganz ehrlich: Wenn ich ein Major nennen sollte, das meinem Spiel am meisten entgegenkommt, dann wäre es wohl kaum das Masters und Augusta National. Offen gesagt ist es eher das typische US-Open-Setup, das mein Spiel bevorzugt. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass ich wieder um den Sieg mitspielen kann, wenn die Bedingungen passen. Wenn du Augusta National spielst, kommt es so sehr darauf an, dass du weißt, wohin du Schläge verziehen darfst und wohin nicht - und wie du diese Grüns putten musst. Das kommt nur durch Erfahrung, und davon habe ich jede Menge auf diesem Platz.

SPOX: Martin Kaymer musste in seinen ersten fünf Masters-Jahren die Erfahrung machen, wie schwer es sein kann. Was trauen Sie ihm zu?

Johnson: Martin ist ein großartiger Spieler. Es würde mich nicht im Geringsten überraschen, wenn er in diesem Jahr um den Titel mitspielen oder das Ding sogar gewinnen würde. Wie ich gerade schon gesagt habe: Es ist so wichtig zu wissen, wo du den Ball auf keinen Fall hinschlagen darfst. Dazu musst du die Grüns lesen können. Erfahrung ist das A und 0.

SPOX: Was ist es eigentlich, das Sie am Golfspielen am meisten lieben?

Johnson: Das ist einfach: Ich liebe den Wettbewerb. Ich liebe ihn so sehr! Ich habe mein ganzes Leben lang Sport gemacht und der Wettbewerb ist das, was mich antreibt. Ob es Golf ist, Tischtennis, oder von mir aus auch Scrabble, ich liebe es, mich zu messen und zu versuchen, bei allem auch zu gewinnen.

SPOX: Hätte aus Ihnen nicht auch ein guter Fußballer werden können? Sie haben als Kind recht intensiv gegen den Ball getreten.

Johnson: Ich war schon ein ganz anständiger Spieler. Ich habe wirklich sehr viel Fußball gespielt, als ich aufgewachsen bin. Ob es aber zu mehr gereicht hätte, wage ich zu bezweifeln. Ich verfolge euren europäischen Fußball nicht so viel, aber wenn ich durchs Programm zappe und gerade ein Spiel läuft, dann schaue ich es mir an. Wenn im nächsten Jahr wieder WM ist, werde ich auf jeden Fall kaum ein Spiel verpassen!

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