Golf

Martin Kaymer kann nicht putten

SID
Sonntag, 08.04.2012 | 11:56 Uhr
Martin Kaymer wurde beim Masters in Augusta bis auf den 48. Platz durchgereicht
© Getty

Als an der Spitze die Post abging, saß Martin Kaymer längst enttäuscht im Klubhaus. Die Führenden Peter Hanson (Schweden, 207 Schläge) und Phil Mickelson (USA, 208) zauberten in der dritten Runde Traumschläge auf den schweren Grüns des Augusta National Golf Clubs und demonstrierten die hohe Kunst des kurzen Spiels, die beim Masters so wichtig ist. Und die Kaymer in Augusta bislang nicht beherrscht.

Der Düsseldorfer hatte zwar mit dem ersten Vorstoß in die beiden Schlussrunden am Wochenende im fünften Anlauf sein Minimalziel beim ersten Major-Turnier des Jahres erreicht, mehr war aber nicht drin. "Es war das Gleiche wie Freitag, ich habe insgesamt gut gespielt, aber die Putts sind nicht gefallen."

20 Uhr: Die Masters-Finalrunde im LIVE-TICKER

Bei genauerem Hinsehen fehlt ihm auf den Grüns einfach das Selbstvertrauen und das Distanzgefühl, Chips und Putts blieben oft viel zu kurz. So ging er mit einem neuen Ziel in seine Schlussrunde: "Ich möchte unter 70 Schläge spielen und hier einmal weniger als 30 Putts für eine Runde brauchen."

McIlroy und Woods chancenlos

Der Samstag wurde seinem Ruf als "Moving Day" so gerecht, wie selten. Alles ging durcheinander. Der 52 Jahre alte Fred Couples, der nach zwei Tagen in Front lag, fiel auf Platz elf zurück. Mitfavorit Rory McIlroy (Nordirland) zerlegte es wie in der Finalrunde vor einem Jahr.

Von Platz drei fiel der 22-Jährige nach einer katastrophalen 77 mit 217 Schlägen aussichtslos auf Rang 27 zurück. Tiger Woods spielte wieder "nur" eine Par-Runde und hat mit zwölf Schlägen Rückstand auf Hanson keine Chance mehr auf seinen fünften Triumph beim Masters.

Hanson (207 - 68, 74, 65) und Mickelson (208 - 74, 68, 66) gingen am Sonntag in der letzten Paarung auf den Platz. Mickelson ist nun mit der Erfahrung seiner bislang drei Siege in Augusta klarer Favorit auf den Titel. Der 41-Jährige ist der Liebling der Fans und strotzt vor Selbstvertrauen.

"Es gibt nichts Besseres, als am Finalsonntag in der letzten Gruppe zu spielen", sagte der Sieger von 2004, 2006 und 2010, "ich kenne die Grüns hier in und auswendig und putte so gut, wie wahrscheinlich noch nie."

Publikumsliebling Mickelson voller Selbstvertrauen

Insbesondere sein Eagle-Putt auf der 13 aus etwa sieben Metern rund um die "Ecke" des welligen Untergrundes war ein "Meisterwerk".

Das Publikum flippte aus, und Mickelson wusste, es geht was: "Von da an hatte ich einen Lauf."

Dennoch holte er den ebenfalls brillant aufspielenden Hanson (noch) nicht ein.

"Er spielt großartig", sagte Mickelson, "ich musste außergewöhnlich gut spielen, um an ihm dranzubleiben."

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