Miguel Angel Jimenez beendete die British Open auf Rang 25
Miguel Angel Jimenez beendete die British Open auf Rang 25
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SPOX-Par-10 zur British Open

Montag, 18.07.2011

Tanze Hula mit mir!

Das SPOX-Par-10 feiert Open-Champion Darren Clarke und Miguel Angel Jimenez, den lässigsten Typen der Welt. Und es liest Rory McIlroy die Leviten. Außerdem dabei: Jim Renner und Kim Jong-il.

10. Die Folgen eines Blind Dates: Der Champion Golfer of the Year heißt Darren Clarke. Und SPOX fühlt sich ein bisschen mit als Sieger. In erster Linie natürlich der Kollege Thomas "Keep your f*** head down" Gaber. Es ist davon auszugehen, dass Gaber durch seine Pro-Am-Runde mit Clarke bei der BMW International Open im letzten Jahr einen nicht unerheblichen Anteil an dessen Major-Sieg hat. Der gute Darren hat ihn bei seiner Dankesrede wohl schlicht vergessen. Nein, es hätte einfach mal wieder niemanden treffen können, dem man einen großen Sieg so sehr gönnt.

Die 140. Open Championship

Der Endstand nach Tag 4
British Open

1. D. Clarke (NIR) -5 (68+68+69+70)

2. D. Johnson (USA) -2 (70+68+68+72)

2. P. Mickelson (USA) -2 (70+69+71+68)

4. T. Björn (DEN) -1 (65+72+71+71)

5. R. Fowler (USA) E (70+70+68+72)

5. A. Kim (USA) E (72+68+70+70)

5. C. Campbell (USA) E (69+68+74+69)

...

12. M. Kaymer (GER) +3 (68+69+73+73)

...

22. T. Watson (USA) +6 (72+70+72+72)

25. R. McIlroy (NIR) +7 (71+69+74+73)

Nachdem Rory McIlroy die US Open gewonnen hatte, sagte Clarke kurzerhand seinen Start in Eichenried ab, um mit seinem Buddy, für den er so was wie ein Mentor war und ist, zu feiern und es richtig krachen zu lassen. Jede Wette, dass er sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen konnte, wenige Wochen später mit dem Claret Jug dazustehen. Aber eine Session mit dem renommierten Sportpsychologen Bob Rotella kurz vor der British Open muss wahre Wunder gewirkt haben. Was hat ihm dieser Rotella da nur gesagt?

Ein weiterer Dank muss auf jeden Fall an Graeme McDowell gehen. Vor fünf Jahren verlor Clarke seine Frau Heather nach einem tragischen Krebstod. Jetzt ist er wieder glücklich liiert - mit der ehemaligen Miss Nordirland Alison Campbell. Und wer hat es eingefädelt? G-Mac! Mit einem Blind Date. Weltklasse!

9. Rory, Du musst noch sehr viel lernen: Eine British Open braucht britisches Wetter, sonst macht das alles keinen Spaß. Orkanartiger Wind, peitschender Regen, demolierte Regenschirme - was vor allem am dritten Tag im Royal St. George's Golf Club abging, war großes Kino. Jason Day sprach beispielsweise von der härtesten Runde seines Lebens. Dazu am Finaltag diese brutalen Schauer, die von einer Sekunde zur nächsten losgingen - und zwei Minuten später war alles vorbei und die Sonne kam raus.

So ein Wetter muss man lieben. Und sich nicht darüber beschweren! Deshalb muss das Par-10 an dieser Stelle Rory McIlroy die Leviten lesen. Er mag solche Bedingungen nicht. Macht ihm keinen Spaß. Er will weder Wind noch Regen haben. Er wartet einfach ab, bis es bei einer British Open mal gutes Wetter hat. Sagte Rory.

Sag mal geht's noch? McIlroy bestätigte mit seinem Spiel und vor allem diesen Aussagen alle Befürchtungen, dass er unfähig ist, sein Spiel anzupassen. McIlroy ist mehr ein typischer US-Spieler, der den Ball hoch in die Luft schlägt, die PGA Championship könnte wieder genau sein Fall werden. Aber eins ist klar: Wenn er ein ganz Großer werden will, muss er seine Einstellung zur British Open dringend ändern.

8. Hut ab vor Tom Watson: Wer in dieser Woche wieder ein wahrer Genuss war? Tom Watson. Der Oldie spielte bärenstark und landete am Ende auf dem geteilten 22. Platz. Sein Hole-In-One an der 6 am zweiten Tag sorgte für einen der besten Momente der Woche. Und am dritten Tag zeigte der 61-Jährige, warum er für immer und ewig einer der besten Schlecht-Wetter-Spieler bleiben wird. In den schlimmsten Bedingungen - McIlroy hat wahrscheinlich innerlich geweint -, brachte Watson eine 72 ins Clubhaus. Fünf Schläge besser als der Durchschnittsscore der Spieler, die zu dieser Phase auf den Platz mussten. Schon sehr, sehr beeindruckend.

140. Open Championship in Royal St. George's
 

7. Tom Lewis, diesen Namen bitte merken: Es war die Überschrift des ersten Tages: Tom Lewis führt bei der British Open. Wer? Der 20-jährige Engländer startete mit einer wahnsinnigen 65 ins Turnier - es war die niedrigste Runde, die ein Amateur bei einer British Open jemals geschossen hatte. Und Lewis war plötzlich der erste Amateur seit 1968, der bei der Open in Führung lag. Lewis kommt aus demselben Golfclub wie Nick Faldo und ist aus der Schule raus, seitdem er 16 ist. Weil es für ihn nur eins gibt: Golfprofi werden.

Noch einmal cooler wurde die Geschichte dadurch, dass Lewis an den ersten beiden Tagen an der Seite von Tom Watson unterwegs war. Der Legende, nach der ihn sein Vater benannte. Ach ja, sein Bruder heißt übrigens Jack... Auch wenn er sein Niveau nicht halten konnte, war es für Lewis mit dem Gewinn der Silver Medal eine Traumwoche. Ganz anders erging es da einem anderen englischen Amateur. Craig Hinton spielte Runden von 82 und 87 Schlägen und wurde Letzter. +29! Na ja, er war immerhin dabei.

6. Martin Kaymer und der Hass auf die 7: Wenn ein Superstar zur Halbzeit eine glänzende Ausgangsposition hat, um seinen nächsten Major-Sieg anzugreifen, dann aber am Wochenende praktisch gar nicht mehr von den TV-Kameras eingefangen wird, weil er keine Rolle spielt, ist das enttäuschend. Keine Frage. Die beiden 73er-Runden an Tag 3 und 4 von Kaymer waren nicht das, was man sich erwartet hat. Aber man muss bitte schön auch festhalten, auf welchem Niveau wir hier jammern.

Kaymer ist Zwölfter geworden, er hat nicht wie einige andere Herren komplett versagt und den Cut verpasst. Ja, das ging gegen Euch, Luke und Lee. Es geht grundsätzlich alles in die richtige Richtung beim Deutschen. Es war letztlich eine solide Woche, die vor allem deshalb nicht besser war, weil Kaymer die Par-5-Löcher zu schwach spielte. Vor allem die 7. Bahn. 142 Scores wurden am Wochenende am leichtesten Loch des Platzes aufgeschrieben. Darunter waren nur 8 Bogeys. Und 2 davon hat Kaymer gespielt. Wer sich fragt, wo er es verloren hat, bitte.

5-1: Jim Renner, Kim Jong-il und der lässigste Typ der Welt

Florian Regelmann
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Wieder eine Enttäuschung für Tiger: Gewinnt Woods 2012 noch ein Major?

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