Samstag, 27.11.2010

Dubai World Championship

Kaymer hat den Jackpot sicher

Nur noch 18 Löcher zum Triumph: Beim Millionenspiel von Dubai kommt es am Sonntag zu einem packenden Showdown, und der deutsche Golfstar Martin Kaymer steht dabei ganz dicht vor seinem nächsten großen Coup. Der 25-Jährige aus Mettmann spielte am Samstag bei der Dubai World Championship, dem Finale der Europa-Tour, nach einer Berg- und Talfahrt nur eine "enttäuschende" 73er Runde, belegte mit 210 Schlägen aber immerhin noch den elften Platz.

Der Titel "Europas Nummer eins" ist Martin Kaymer eigentlich nicht mehr zu nehmen
© Getty
Der Titel "Europas Nummer eins" ist Martin Kaymer eigentlich nicht mehr zu nehmen

Damit dürfte der Ryder-Cup-Gewinner und viermalige Saisonsieger das Turnier wohl nicht mehr gewinnen, er kann auf dem Weg zum Titel "Europas Nummer 1" aber nur noch durch eine Verletzung gestoppt werden.

Sein Rivale in der europäischen Geldrangliste, der Nordire Graeme McDowell, konnte mit einer 69 und insgesamt 214 Schlägen als 30. nicht den entscheidenden Schritt nach vorne machen. Der Triumph würde US-PGA-Champion Kaymer mit einem Scheck über 1,5 Millionen Dollar aus dem Bonus-Pool versüßt.

Der Stand im Race to Dubai

US-Open-Champion McDowell müsste das mit 7,5 Millionen Dollar dotierte Turnier gewinnen, um Kaymer Platz eins im abschließenden Ranking noch streitig zu machen.

Poulter auf dem Weg zum Sieg

Dies ist angesichts von zehn Schlägen Rückstand auf den führenden Engländer Ian Poulter (206) nicht mehr machbar. Hinter Poulter folgte mit 205 Schlägen das Trio mit dem Thailänder Thongchai Jaidee sowie den Ryder-Cup-Siegern Ross Fisher (England) und Francesco Molinari (Italien).

Die Runde des Tages glückte dem jungen Nordiren Rory McIlroy, der sich bei äußerst schwierigen Fahnenpositionen auf den Grüns mit einer 66 und insgesamt 209 Schlägen auf den neunten Platz gemeinsam mit British-Open-Sieger Louis Oosthuizen (Südafrika) vorschob.

"Ich gehe schon davon aus, dass ich den Titel am Sonntag gewinne, aber ich bin heute trotzdem etwas enttäuscht", sagte Kaymer, der auf dem schweren Earth Course am Samstag seine wohl letzte Siegchance mit einem Doppel-Bogey am Schlussloch einbüßte.

Mieses Finish ärgert Kaymer

Nach einem Wechselbad der Gefühle auf den ersten neun Löchern mit drei Bogey-Birdie-Kombinationen hatte sich Kaymer mit Schlaggewinnen an den Löchern 10, 11 und 12 zwischenzeitlich sogar an die Spitze des Feldes gesetzt. Doch zwei direkt darauf folgende Bogeys sowie das fatale Schlussloch machten alle seine Hoffnungen zunichte.

"Ich wollte hier mein bestes Golf zeigen und das Turnier gewinnen. Deshalb ärgere ich mich sehr. Aber am Sonntag greife ich noch einmal voll an, ich habe ja nichts mehr zu verlieren", sagte Kaymer.

Sein Angriff auf den Golf-Thron schlug dagegen wohl fehl. Der Engländer Lee Westwood spielte am Samstag eine 71, hat aber inzwischen drei Schläge Vorsprung auf Kaymer.

Der Rheinländer müsste das Turnier gewinnen, gleichzeitig dürfte Titelverteidiger Westwood in Dubai maximal Dritter werden. Dann wäre Kaymer als erster Deutscher seit Bernhard Langer (1986) Weltranglistenerster.

Kaymer vor Gewinn des Race to Dubai


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