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6:3! Freiburg startet furios

Von Oliver Mehring
Montag, 27.07.2015 | 22:25 Uhr
Nils Petersen markierte den drittschnellsten Hattrick der Zweitliga-Geschichte
© getty
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Der SC Freiburg besiegt in einem spektakulären Spiel den 1. FC Nürnberg mit 6:3 (4:1) und ist damit erfolgreich in die 2. Liga gestartet. Ein schneller Hattrick von Nils Petersen brachte den SC früh auf die Gewinnerstraße. Kurz vor Schluss sah Dave Bulthuis auf Seiten der Clubberer wegen einer unflätigen Geste die Rote Karte.

Vor 23.700 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion besorgte Nils Petersen mit dem drittschnellsten Hattrick der Zweitliga-Geschichte, darunter zwei Elfmeter, die frühe Führung der Gastgeber (8., 11., 13.). Nach dem anschließenden Treffer von Maik Frantz (40.) erzielte Kevin Möhwald noch vor der Pause den Anschlusstreffer der Nürnberger (44.).

In den zweiten 45 Minuten wurde die Partie deutlich offener, da Hanno Behrens (46.) und Alessandro Schöpf (52.) per Elfmeter noch einmal für Spannung sorgten.

Erst die starke Einzelaktion von Youngster Maximilian Philipp (60.) entschied das Spiel endgültig. In der Nachspielzeit setzte der eingewechselte Julian Schuster (90.+2) den Schlusspunkt der Begegnung. Nürnbergs Bulthuis verlieh seinem Frust mit einer unflätigen Geste gegenüber dem Assistenten Ausdruck und sah zurecht die Rote Karte (83.).

Die Reaktionen:

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt. Dann hatten wir nach der Pause auch Schwächephasen im Spiel, die es zu besprechen gilt. Für die Zuschauer war es sicherlich ein großartiges Spiel."

Rene Weiler (Trainer Nürnberg): Es war für uns ein kleiner Fußballalbtraum, nach 13 Minuten 0:3 in Rückstand zu liegen. Wir haben den Beginn vollends verschlafen. Wer solche Fehler macht, wie zum Beispiel bei den Elfmetern, wird auf so einem Niveau bestraft. Das Spiel war dann praktisch schon gelaufen. Positiv war das Verhalten nach der Pause. Nach 60 Minuten war das Spiel wieder offen und sogar auf der Kippe. Mit dem fünften Treffer war es gelaufen. Klar ist: So kann man sich nicht präsentieren. Es gibt viel zu tun."

Nils Petersen (Freiburg): "Die drei Tore freuen mich ungemein. Damit konnte keiner rechnen, ich auch nicht. Aber das Tor zum 5:3 war angesichts dieses Spielverlaufs viel wichtiger."

Kevin Möhwald (Nürnberg): "Wir haben in der ersten Halbzeit das Zweikampfverhalten komplett vermissen lassen. Letztlich war es in allen Bereichen zu wenig. Sechs Gegentore, das ist einfach nur peinlich. Beim fünften Gegentor verhalte ich mich kindergartenmäßig. Es ist bitter, dass so ein Fehler passiert, als wir wieder dran waren."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Freiburg geht mit dem 4-Millionen-Euro-Sturm Nils Petersen und Vincenzo Grifo an den Start und agiert zusätzlich mit einer neuen Doppel-Sechs. Neuer Schlussmann beim SC ist Ex-Bielefelder Alexander Schwolow.

Vier Neue starten für den Club und organisieren sich in einem 4-1-4-1. Möhwald soll für Nürnberg in Zukunft als Rechtsverteidiger wirbeln, Kapitän Polak muss erstmal auf die Bank.

8., 1:0, Petersen: Willkommen in der 2. Liga, liebe Freiburger! Petersen tritt zum Elfmeter an, nachdem Grifo im Strafraum gelegt wird. Der neue, alte Goalgetter bleibt gegen Kirschbaum eiskalt und schießt den Ball rotzfrech in die Mitte.

11, 2:0, Petersen: Was ein Auftakt! Nürnberg bekommt ewig den Ball nicht weg und verursacht durch ein Foul von Behrens an Philipp den nächsten Strafstoß. Petersen lässt sich auch dieses Ding nicht nehmen und verwandelt sicher ins rechte Eck

13., 3:0, Petersen: Jetzt wird es ganz bitter für die Clubberer. Grifo setzt einen Freistoß von der linken Seite kurz vor die Füße von Kirschbaum, der von Petersen in Abseitsposition irritiert wird. Die Nürnberger Hintermannschaft reagiert viel zu passiv und bekommt von Petersen schließlich den Abpraller eingeschenkt. So märchenhaft der Hattrick für den jungen Stürmer auch ist - dieses Tor hätte nicht zählen dürfen.

24.: Schnelle Balleroberung der Freiburger, die mit drei Offensivspielern durchstarten. Letztendlich kommt der Ball zum agilen Philipp, der nach einer schnellen Körpertäuschung selbst abschließen möchte. Dieses Mal hat Kirschbaum das Leder sicher.

39., 4:0, Frantz: Schnelle Kombination auf links über Philipp und Günter. Der Abwehrspieler findet Grifo an der Strafraumkante, der Petersen steil schickt. Im letzten Moment bleibt der Angreifer an Kirschbaum hängen. Doch Frantz steht goldrichtig und staubt ohne Probleme ab.

44., 4:1, Möhwald: Freiburg verliert nach einem Eckball den Rechtsverteidiger aus den Augen. Der zuvor unglücklich agierende Nürnberger scheint die Schnauze voll zu haben - und donnert die Hereingabe von Stark aus dem linken Strafraumeck in perfekter Schusshaltung in den rechten Giebel!

46., 4:2, Behrens: Nun scheinen die Freiburger noch zu schlafen. Simple Eckenvariante mit der flachen Hereingabe von Blum. Behrens löst sich geschickt aus dem Rückraum und läuft den Ball an. Beim Schuss aufs kurze Eck kommt Schwolow zu spät.

52., 4:3, Schöpf: Ob das wirklich ein Elfmeter war? Günter tritt Burgstaller am Schuh und der Nürnberger geht knapp im Strafraum dramatisch zu Boden. Nichtsdestotrotz lässt sich Schöpf diese Gelegenheit nicht nehmen und wählt ebenfalls die Mitte aus. Nürnberg mit ordentlich Aufwind in Hälfte zwei!

60., 5:3, Philipp: Philipp lässt Möhwald zum wiederholten Male schlecht aussehen und setzt sich technisch stark gegen den Rechtsverteidiger durch. Der 21-Jährige dringt in den Strafraum der Franken ein und schlenzt den Ball trocken ins lange Eck.

83.: Jetzt fällt der andere FCN-Außenverteidiger negativ auf - und zwar wie! Dave Bulthuis ist mit einer Einwurfentscheidung von Schiedsrichter Stieler unzufrieden und zeigt dem Assistenten kurzerhand den Vogel. Das gibt glatt Rot!

90.+2, 6:3, Schuster: Fußball kann so romantisch sein... Nun darf der eingewechselte SCF-Kapitän Julian Schuster einen Knopf an die Begegnung machen. Eine Hereingabe von Frantz kann der Mittelfelspieler aus vollem Lauf in den Kasten drücken.

Fazit: Eine furiose Partie der Freiburger in der ersten Halbzeit. Die Nürnberger beweisen in der zweiten Hälfte Moral und bringen die Gastgeber noch einmal in Bedrängnis. Am Schluss dennoch ein hochverdienter Sieg.

Der Star des Spiels: Nils Petersen brauchte knapp sechs Minuten für seinen Hattrick und war auch in der Folge immer wieder gefährlich. Dazu verarbeitete er einige anspruchsvolle Anspiele. Auch Vincenzo Grifo und Frantz spielten stark auf.

Der Flop des Spiels: Kevin Möhwald zahlte bei seinem Profidebüt als Rechtsverteidiger ordentlich Lehrgeld und wurde von Christian Streich früh als Schwachstelle des Nürnberger Spiels erkannt. Immer wieder wurde der ehemalige Erfurter von Philipp und Grifo angelaufen, konnte letztendlich nur bei seinem Treffer kurz vor der Pause überzeugen.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler. Lag mit den beiden Elfmetern der Freiburger absolut richtig, erkannte jedoch anschließend nicht die Abseitsstellung von Petersen beim 3:0. Auch über den Elfmeter der Nürnberger lässt sich streiten. Ansonsten durchschnittlich in der Zweikampfbewertung. Der Referee hatte schon bessere Auftritte.

Das fiel auf:

  • Die Nürnberger standen gerade im Mittelfeld viel zu tief, ließen zugleich unerklärliche Lücken zwischen ihren Mannschaftsteilen. Diese Lücken nutzte die Mannschaft von Christian Streich immer wieder für gefährliche Vorstöße über Philipp, Grifo oder Petersen.
  • Nach einer Viertelstunde war die Spielidee der Nürnberger völlig über den Haufen geworfen. Das angepeilte Konterspiel wurde nun von Freiburg übernommen, das sich immer wieder kombinationssicher vor den Kasten von Kirschbaum spielen konnte.
  • Freiburgs Spiel funktionierte oftmals wie eine Sprungfeder. Nachdem sich die Jungs aus dem Breisgau ihren Gegner zurecht gelegt hatten, drückte die gesamte Mannschaft Richtung Ball, nur um im entscheidenden Moment auseinanderzuspringen und zahlreiche Anspielstationen für den Ballführenden anzubieten.
  • Erst die Umstellung auf eine Doppelsechs bei gleichzeitiger Hereinnahme von Polak bescherte den Franken die nötige Sicherheit. Auch hatte Nürnberg in der zweiten Hälfte deutlich besseren Zugriff, kam besser in die Zweikämpfe.

Freiburg - Nürnberg: Die Statistik zum Spiel

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