Frankfurt gewinnt Schneeball-Schlacht in Aue

SID
Freitag, 08.02.2013 | 20:04 Uhr
Frankfurt-Trainer Benno Möhlmann sieht einen 2:0-Erfolg seiner Mannschaft in Aue
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Fünf Stunden vor Anpfiff setzte in Aue ununterbrochen starker Schneefall ein, was sich auch während des Duells zwischen dem FC Erzgebirge und dem FSV Frankfurt nicht änderte. Trotz der Bodenverhältnisse entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel, das die Gäste letztlich verdient mit 2:0 gewinnen konnten.

John Verhoek (62.) und Yannick Stark (77.) erzielten die Tore für den FSV. Thomas Paulus vergab kurz vor dem 2:0 die große Möglichkeit zum Ausgleich, als er einen Handelfmeter vergab (76.).

Schiedsrichter Benjamin Cortus, der bereits das 4:3 in der Vorsaison an gleicher Stelle leitete, kündigte im Vorfeld an, dass er die Partie unterbrechen wird, sobald eine Säuberung der Linien und Spielfeldbegrenzungen notwendig sein wird.

Die Gastgeber begannen in einem klassischen 4-4-2-System mit Jakub Sylvestr und Ronny König im Sturmzentrum. Neuzugang Kevin Pezzoni gab sein Startelfdebüt für Aue.

Der FSV Frankfurt startete mit fünf personellen Veränderungen im Vergleich zum 0:2 gegen Ingolstadt am vergangenen Spieltag. Unter anderem rückten Michael Görlitz ins rechte Mittelfeld und der Brasilianer Gledson in die Innenverteidigung.

Optische Vorteile bei Frankfurt

Während der ersten halben Stunde der Begegnung konnten sich die Gäste aus Hessen optische Vorteile erspielen und drängten Aue zunehmend in die Defensive. Gelegentliche Konterversuche der Sachsen erfolgten in Form von langen Bällen auf Sylvestr und König, die jedoch allesamt abgefangen wurden.

Die Viererkette des FSV Frankfurt erwies sich als sattelfest und entschied die entscheidenden Zweikämpfe zu ihren Gunsten. Ein konstruktiver Spielaufbau war aufgrund der Bodenverhältnisse auf beiden Seiten nicht möglich.

Die Mannschaft von Benno Möhlmann versuchte jedoch so gut es ging, mit schnellem Direktspiel zum Torabschluss zu kommen. Erfolg hatten auch sie nicht, da es im Strafraum an Genauigkeit fehlte.

Zu wenig nach der Pause

Nach der Pause kam von Aue trotz der Einwechslung von Hensel auch weiterhin zu wenig Kreativität. Die Hausherren lauerten ausschließlich auf Fehler der Frankfurter, erspielten sich selbst aber keine nennenswerten Szenen.

Die entscheidende Szene des Spiels ereignete sich nach 62 Minuten. Frankfurts Niederländer John Verhoek konnte den Ball nach einer Ecke mit dem Kopf ins linke untere Eck befördern und die bekannte Auer Schwäche in der Luft ausnutzen.

Nur zwei Minuten später folgte jedoch die größte Torchance für Aue, als der eingewechselte Mike Könnecke aus 17 Metern knapp über das Tor schoss und die Möglichkeit zur direkten Antwort vergab.

Erzgebirge scheitert vom Punkt

In der 76. Minute dann jedoch die zweite große Chance für die Gastgeber. Bei einem Laufduell zwischen Sylvestr und Heubach bekam der Innenverteidiger den Ball an die Hand und verursachte einen Strafstoß für Erzgebirge. Paulus übernahm die Verantwortung, visierte das linke untere Eck an, doch Patric Klandt reagierte stark und hielt in seinem 150. Spiel zum ersten Mal einen Elfmeter in der 2. Bundesliga - beim 25. Versuch.

Die Strafe folgte zwei Minuten später auf dem Fuß. Yannick Stark erzielte nach einem Abpraller im Strafraum der Hausherren mit einem wuchtigen Linksschuss ins linke obere Eck das 2:0 für die Frankfurter und entschied die Partie endgültig zu Gunsten der Gäste. In den letzten zehn Minuten kontrollierte der FSV die Begegnung und drängte auf das dritte Tor.

In der 84. Minute folgte ein negativer Höhepunkt, als Frankfurts Nils Teixeira für ein rüdes Foul an Hochscheidt mit einer Roten Karte direkt des Feldes verwiesen wurde.

FC Erzgebirge Aue - FSV Frankfurt: Daten und Fakten

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