Dresdens Subasic schießt VfL tiefer in die Krise

SID
Montag, 12.09.2011 | 22:10 Uhr
Bochums Trainer Friedhelm Funkel hatte beim Dresden-Spiel allen Grund zur Aufregung
© Getty
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Venlo

Der VfL Bochum kommt einfach nicht aus der Krise, Dynamo Dresden hingegen schaffte den Befreiungsschlag. Neuzugang Muhamed Subasic erledigte den VfL per Doppelpack quasi im Alleingang.

Der vor der Saison hoch gehandelte VfL Bochum schlittert in der 2. Bundesliga immer tiefer in die Krise.

Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel unterlag zum Abschluss des 7. Spieltages nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung bei Aufsteiger Dynamo Dresden mit 1:2 (0:1) und bleibt mit nur einem Sieg Tabellenvorletzter.

Funkel unter Druck

Für Funkel dürfte die Luft nun sehr dünn werden, auch wenn Sportdirektor Jens Todt dem Coach zuletzt das Vertrauen ausgesprochen hatte. "Ich kann meiner Mannschaft nicht viel vorwerfen. Wir sind mal wieder in der Nachspielzeit bestraft worden", sagte Funkel und fügte an: "Wenn schon Gelb-Rot, dann hätte der Schiedsrichter danach nicht weiter spielen lassen dürfen. Das war mitentscheidend."

Dynamo-Trainer Ralf Loose tankte derweil mit seiner Mannschaft Selbstvertrauen: "Jeder Sieg gibt unserer jungen Mannschaft Sicherheit. Auch wenn ich mir in der zweiten Halbzeit mehr Souveränität gewünscht hätte."

Doppelpack durch Neuzugang Subasic

Angesichts von zwölf Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplätz gerät auch Funkel immer mehr unter Druck.

Dresden kam durch zwei Tore des bosnischen Nationalspielers Muhamed Subasic (45.+3 und 85.) zum zweiten Saisonsieg und verschaffte sich Luft im Tabellenkeller.

Das Anschlusstor von Mirkan Aydin kam zu spät (90.+1). Die Gäste verloren neben den Punkten auch Takashi Inui. Der Japaner sah in der 45. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

"Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander"

"Wir hatten uns viel vorgenommen und haben es zunächst auch ordentlich gemacht. Nach dem Platzverweis und dem unnötigen 0:1 laufen wir der Musik hinterher. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander", sagte VfL-Kapitän Christoph Dabrowski.

Sport-Vorstand Jens Todt stellte jedoch klar: "Wir fangen nicht eine Minute nach dem Spiel eine Trainerdiskussion an."

Vor 22.604 Zuschauern begannen beide Mannschaften nervös. Erst nach 25 Minuten nahm die Begegnung langsam Fahrt auf. Ein Kopball des Bochumers Chong Tese ging aber über das Tor.

Danach bestimmten die Gastgeber das Geschehen. Robert Koch verfehlte das Ziel aber knapp (28.), eine Minute später scheiterte David Solga an VfL-Schlussmann Andreas Luthe.

Platzverweis kurz vor der Pause

Kurz vor der Pause wurde es hektisch. Zunächst flog Inui vom Platz, dann köpfte der erst Ende August verpflichtete Subasic eine Freistoß-Flanke in der Nachspielzeit zur Führung ein.

Nach dem Wechsel war der VfL zwar bemüht, doch in der Offensive blieb die Funkel-Truppe, die seit dem 8. Mai auf einen Auswärtssieg wartet, meist harmlos.

Dresden hatte einige gute Kontermöglichkeiten, der entscheidende Pass kam aber meist nicht an. Solga scheiterte zudem mit einem Freistoß an Luthe, bevor Subasic mit einem sehenswerten Freistoß für die Entscheidung sorgte.

Bei den Gastgebern verdienten sich Filip Trojan und Matchwinner Subasic die besten Noten, bei Bochum überzeugten Marcel Maltritz und Chong Tese.

Dynamo Dresden - VfL Bochum: Daten und Fakten

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