Sonntag, 11.12.2011

2. Liga - 18. Spieltag

Cottbus patzt in Dresden

Auch ohne Claus-Dieter Wollitz findet Energie Cottbus in der 2. Bundesliga nicht aus der Krise. Drei Tage nach dem Rücktritt des Trainers verlor Energie bei Dynamo Dresden mit 1:2 (0:0).

Mickael Pote war der gefeierte Held beim Sieg von Dresden gegen Cottbus
© Getty
Mickael Pote war der gefeierte Held beim Sieg von Dresden gegen Cottbus

Überschattet wurde das Derby vom Entzünden bengalischer Feuer im Dresdener Fanblock. Der Klub wurde erst Ende November wegen Ausschreitungen seiner Anhänger für den DFB-Pokal im kommenden Jahr gesperrt.

Vor 29.000 Zuschauern erzielte Mickael Pote (50./86.) per Doppelpack die Tore für Dresden. Dimitar Rangelow hatte in der 57. Minute zwischenzeitlich ausgeglichen. Beide Teams rangieren in der Tabelle weiter im Mittelfeld. Auf der Tribüne verfolgte der neue Cottbuser Trainer Rudi Bommer die Partie. Der 53-Jährige übernimmt das Traineramt am 1. Januar 2012 von Interimscoach Markus Feldhoff.

Geschäftsführer Oppitz wendet sich an Fans

Zur Halbzeit wandte sich Dresdens Geschäftsführer Volker Oppitz per Mikrofon an die Fans und verurteilte mit aller Schärfe den Einsatz der Pyrotechnik. In Hinblick auf das Revisionsverfahren wegen des Pokalausschlusses durch den DFB sei dies eine "Katastrophe".

Zu Spielbeginn wurden im Dresdener Block fünf bengalische Feuer entzündet. Allerdings muss sich der Verein auch Kritik gefallen lassen. Die Sicherheitsleute griffen nicht beherzt genug ein, um dem Feuerwerk frühzeitig ein Ende zu bereiten.

Maue erste Hälfte

Im Gegensatz zur Situation im Dresdener Block blieb es auf dem Spielfeld lange Zeit ereignislos. In der ersten Halbzeit hatte Dynamo ein spielerisches Übergewicht.

Die größte Chance besaß Marcel Heller, der mit einem Freistoß knapp scheiterte. Ioannis Papadopoulos fand mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz seinen Meister im Cottbuser Keeper Rene Renno.

Pote bricht den Bann

Im zweiten Halbzeit erhöhten beide Teams die Schlagzahl ein wenig. Wieder war es Papadopoulos, dessen Gewaltschuss aus 25 Metern ans Lattenkreuz für die erste Aufregung sorgte. Den Abpraller köpfte Pote unbedrängt ins Netz.

Nur sieben Minuten später folgte jedoch die Cottbuser Antwort. Nach einem Pass von Daniel Adlung schlenzte Rangelow den Ball gekonnt ins Netz. Pote machte kurz vor Schluss nach einem Patzer von Renno alles klar.

Dynamo Dresden - Energie Cottbus: Daten und Fakten


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