Fussball

Bielefeld ist nicht mehr zu retten

SID
Ewald Lienen wirkt ratlos: Die Arminia ist trotz Punktgewinn wohl nicht mehr zu retten
© Getty

Bielefelds Last-Minute-Punktgewinn gegen Oberhausen gerät zur Nebensache. Am Montag werden der Arminia aller Voraussicht nach zwei oder drei Punkte abgezogen und der Abstieg damit besiegelt.

 

Arminia Bielefeld ist nicht mehr zu retten: Am Montag wird der Abstieg der Ostwestfalen in die 3. Liga endgültig besiegelt. 24 Stunden nach dem 3:3 (0:0) gegen Rot-Weiß Oberhausen am Sonntagmittag wird der Ligaverband dem Antrag des ehemaligen Bundesligisten auf Auszahlung von Mitteln aus dem Sicherungsfonds mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entsprechen.

Der gemäß Statuten automatisch in Kraft tretende Abzug von zwei oder drei Punkten wird den letzten rechnerischen Zweifel am Abstieg beseitigen. Für RWO war der Ausgleich in letzter Sekunde ein brutaler Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

Situation ist aussichtslos

"Wir haben 1,2 Millionen Euro beantragt, was zwei Monatsgehältern entspricht. Dafür ist in den Statuten ein Drei-Punkte-Abzug vorgesehen", erklärte Arminia-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier: "Die sportliche Situation ist aussichtslos. Wir bitten alle Vereine um Verständnis, dass wir dieses Geld benötigen."

Die Ostwestfalen stehen mit 27,1 Millionen Euro in der Kreide, der Kredit des Ligaverbandes würde die Verbindlichkeiten noch erhöhen. Die Arminia hat wirtschaftlich kaum Spielraum, der Kollaps droht.

Tadic trifft in der Nachspielzeit

Das Spiel geriet zur Nebensache und war nur noch aus Oberhausener Sicht wirklich interessant. Josip Tadic (90.+3) traf RWO ins Mark, die Gäste liegen mit 25 Punkten zwei Zähler hinter dem Tabellen-16. VfL Osnabrück.

Mike Terranova (12.), Ronny König (55.) und Markus Kaya (58., Foulelfmeter) hatten Oberhausen vom ersten Sieg seit dem 11. Februar träumen lassen. Sebastian Heidinger (50.) und Tadic (56.) hatten in einem turbulenten Schlagabtausch vor 12.131 Zuschauern für Bielefeld getroffen.

Arminia Bielefeld - Rot-Weiß Oberhausen: Daten und Fakten

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