Montag, 19.04.2010

2. Liga - 31. Spieltag

Lautern mit einem Bein in der Bundesliga

Nach einer unglücklichen ersten Halbzeit dreht der 1. FC Kaiserslautern den Spieß um und sichert sich drei Punkte für den Aufstieg. Martin Amedick verschuldete einen Elfmeter, der eingewechselte Srdjan Lakic und der überragende Sidney Sam lieferten Wiedergutmachung.

Martin Amedick (l.) verursachte den Elfmeter, der die Arminia in Führung brachte
© Getty
Martin Amedick (l.) verursachte den Elfmeter, der die Arminia in Führung brachte

Der 1. FC Kaiserslautern hat die Rückkehr in die Bundesliga so gut wie perfekt gemacht.

Der viermalige deutsche Meister gewann durch das Siegtor von Srdjan Lakic in der 86. Minute mit 2:1 (0:1) bei Arminia Bielefeld und kann den direkten Aufstieg bei acht Punkten Vorsprung und einer um zehn Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem Dritten FC Augsburg in den letzten drei Spielen nur noch theoretisch verspielen.

Bereits mit einem Heimsieg am Freitag gegen den Drittletzten Hansa Rostock können die Pfälzer die letzten Zweifel an der Erstliga-Rückkehr nach vier Jahren beseitigen.

"Die Mannschaft hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie hier nicht nur einen Punkt mitnehmen, sondern das Spiel gewinnen wollte. Das hat sie sich verdient. Es war heute ein Big-Point-Spiel, aber wir müssen den Bock noch umstoßen. Ich möchte das nicht stoppen, aber ich will auch nur darauf hinweisen, dass wir am Freitag noch ein wichtiges Spiel haben", sagte Lauterns Trainer Marco Kurz.

Bielefeld bleibt sicher in Liga zwei

U-21-Nationalspieler Sidney Sam (48.) hatte für Lautern den Rückstand durch das Elfmeter-Tor von Chris Katongo (42.) ausgeglichen. Aufgrund des Vier-Punkte-Abzugs am Saisonende wegen eines Verstoßes gegen die Bestimmung der Lizenzierungsordnung ist der Aufstieg für Bielefeld damit auch rechnerisch nicht mehr möglich.

Arminia-Trainer Frank Eulberg hatte mit einer absoluten Überraschung aufgewartet. Auf der rechten Abwehrseite kam Marcel Appiah zu seinem ersten Profi-Einsatz.

Der 22-Jährige aus dem Reserveteam war im Stadionheft nicht einmal im 28-köpfigen Kader aufgeführt worden, auch ein Foto für die Anzeigentafel beim Verlesen der Aufstellung konnte nicht rechtzeitig aufgetrieben werden.

12.700 Zuschauer sahen bereits nach wenigen Sekunden eine kuriose Szene: Arminia-Torhüter Dennis Eilhoff trat beim Abstoß in den Boden, der Treffer von Erik Jendrisek zählte jedoch zurecht nicht, da Jiri Bilek ihn noch im Strafraum aufgenommen hatte.

Eine zähe Partie

Danach entwickelte sich eine etwas zähe Partie. Lautern kontrollierte das Geschehen über weite Strecken, wagte sich aber ebenso wenig entscheidend aus der Deckung wie die durchaus eifrige, aber spielerisch limitiertere Arminia.

Nachdem FCK-Keeper Tobias Sippel nach einem Schuss von Andre Mijatovic aus kurzer Distanz mit einer Glanzparade den Rückstand verhindert hatte (18.), war er in der kurz vor der Pause gleich zweimal machtlos.

Katongo verwandelte den vom Ex-Arminen Martin Amedick an Pavel Fort verursachten Strafstoß zunächst rechts unten, die Wiederholung - Mijatovic war zu früh in den Strafraum gerannt - dann ebenso sicher links.

Sam hatte die Antwort

Die Pfälzer wirkten aber nicht geschockt, nur drei Minuten nach der Pause verwertete Sam eine Hereingabe von Florian Dick aus kurzer Distanz zum Ausgleich.

Die große Chance zur Führung vergab danach Srdjan Lakic, der Eilhoff aus vier Metern in die Arme köpfte (66.).

Vier Minuten vor dem ende saß der Kopfball von Lakic dann. Während bei den Gästen Dick und Georges Mandjeck den besten Eindruck hinterließen, gefielen bei der Arminia vor allem Kevin Kerr und Mijatovic.

Arminia Bielefeld - 1. FC Kaiserslautern: Daten und Fakten


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