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VfB Stuttgart - Transfers: Fixe Neuzugänge und Abgänge beim VfB

Von SPOX
Ist der Hoffnungsträger für die Fans des VfB Stuttgart nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga: Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.

Nach dem zweiten Abstieg in die 2. Bundesliga binnen drei Jahren steht die Sommerpause beim VfB Stuttgart ganz im Zeichen des Neuanfangs und der Verjüngung. Während zahlreiche etablierte Spieler den Verein verließen, holte der VfB im Gegensatz zum vergangenen Sommer eher unbekannte Spieler. SPOX gibt euch einen Überblick über die bisherigen Transfers der Schwaben.

61 Millionen Euro hat der VfB Stuttgart im vergangenen Sommer in den Kader gepumpt und das mittelfristige Ziel des Klubs damit klar definiert: Nach oben sollte es wieder gehen, wenn möglich ins internationale Geschäft. Knapp zwölf Monate später ist jedoch alles anders.

Die Schwaben verloren in der Relegation gegen Union Berlin und finden sich erneut im Bundesliga-Unterhaus wieder. Auf den zweiten Abstieg binnen drei Jahren folgt nun der große Umbruch im Kader. Viele alte Gesichter verließen den Klub und für die neuen Gesichter bezahlte der VfB nicht ansatzweise so viel wie noch im vergangenen Jahr.

VfB Stuttgart - Transfers 2019/20: Die VfB-Neuzugänge im Überblick

Ozan Kabak, Pablo Maffeo, Nicolas Gonzalez, Borna Sosa: Der VfB Stuttgart hat sich in den vergangenen beiden Transferperioden nicht lumpen lassen und knapp 61 Millionen Euro investiert. Dennoch stiegen die Schwaben am Ende ab.

Für die Mission Wiederaufstieg haben Sportvorstand Thomas Hitzlsperger und Sportdirektor Sven Mislintat einen Kurswechsel bei der Kaderplanung vorgenommen. Viele Routiniers mussten den Klub verlassen, neu hinzugekommen sind an ihrer Stelle beispielsweise die zweitligaerfahrenen Philipp Klement (SC Paderborn), Atakan Karazor, den Neu-Trainer Tim Walter von Holstein Kiel mitbringt, oder Hamadi Al Ghaddioui (Jahn Regensburg).

"Wir wollen Spieler, die hier wirklich sein wollen", erklärte Hitzlsperger die Transferstrategie der Schwaben. Man suche Spieler, "die zum "aktiven, mutigen und offensiven Fußball" passen, den der neue Trainer Tim Walter verkörpert - und der das neue VfB-Leitbild sein soll: "Jeder", sagt Hitzlsperger, "soll wissen, was für einen Fußball der VfB spielt, wie die Spieler für dieses System sein müssen."

Aus der Bundesliga kommen Pascal Stenzel (SC Freiburg) und Gregor Kobel (TSG 1899 Hoffenheim) auf Leihbasis. Für Kobel, der in der vergangenen Saison Stammkeeper des FC Ausgburg war, besitzen die Schwaben zudem eine Kaufoption. Besonders interessant sind außerdem die Verpflichtungen von PSG-Juwel Tanguy Coulibaly und dem großgewachsenen Mittelstürmer Sasa Kalajdzic (Admira Wacker). Außerdem kehrt Innenverteidiger Marcin Kaminski von einer Leihe zu Fortuna Düsseldorf zurück und bleibt nach Angaben des kicker bei den Schwaben.

SpielerPositionAlterabgebender VereinAblöse in Euro
Sasa KalajdzicMittelstürmer21Admira Wacker2,5 Mio.
Philipp KlementOffensives Mittelfeld26SC Paderborn2,5 Mio.
Mateo KlimowiczOffensives Mittelfeld18Instituto AC1,5 Mio.
Maxime AwoudjaInnenverteidiger21FC Bayern München II1,5 Mio.
Atakan KarazorDefensives Mittelfeld22Holstein Kiel800 Tsd.
Hamadi Al GhaddiouiMittelstürmer28Jahn Regensburg300 Tsd.
Fabian BredlowTorwart241. FC Nürnberg300 Tsd.
Tanguy CoulibalyLinksaußen18Paris Saint-Germain U19ablösefrei
Gregor KobelTorwart21TSG 1899 HoffenheimLeihe
Pascal StenzelRechter Verteidiger23SC FreiburgLeihe

VfB Stuttgart: Die Abgänge im Sommer 2019/20 im Überblick

"Ich werde mit Sven Mislintat genau überlegen, welche Spieler uns in der neuen Saison helfen werden und welche nicht", hatte Thomas Hitzlsperger nach dem Abstieg im Mai gesagt und somit personelle Konsequenzen aus dem sportlichen Desaster angekündigt. In der Folge trennte sich der VfB im Juni von zahlreichen Routiniers.

Torhüter Ron-Robert Zieler kehrte zu Hannover 96 zurück, Kapitän Christian Gentner (33), Dennis Aogo (32) und Andreas Beck erhielten keine neuen Verträge. Die Leihspieler Alexander Esswein (Hertha BSC) und Steven Zuber (TSG 1899 Hoffenheim) kehren zu ihren Vereinen zurück. In Benjamin Pavard (FC Bayern München) und Ozan Kabak (Schalke 04) verliert der VfB außerdem zwei absolute Leistungsträger. Zudem schließt sich mit Leon Dajaku eines der größten Nachwuchstalente dem FC Bayern an.

Einer der bleibt, ist hingegen Mario Gomez, der mit seinen bald 34 Jahren in der neuen Saison erstmals in der 2. Bundesliga spielen wird. "Mario will nochmals zeigen, dass er eine tragende Rolle für den VfB spielen kann", sagte Hitzlsperger: "Er will mithelfen, dass wir aufsteigen. Seine Motivation ist groß."

SpielerPositionAlteraufnehmender VereinAblöse
Benjamin PavardInnenverteidigung23FC Bayern München35,0 Mio.
Ozan KabakInnenverteidigung19FC Schalke 0415,0 Mio.
Berkay ÖzcanOffensives Mittelfeld21Hamburger SV1,5 Mio.
Pablo MaffeoRechter Verteidiger21FC GironaLeihgebühr 800 Tsd.
Steven ZuberLinkes Mittelfeld27TSG 1899 HoffenheimLeih-Ende
Alexander EssweinRechtsaußen29Hertha BSCLeih-Ende
Andreas BeckRechter Verteidiger32KAS Eupenablösefrei
Dennis AogoLinker Verteidiger32vereinslos-
Christian GentnerZentrales Mittelfeld33Union Berlinablösefrei
Ron-Robert ZielerTorwart30Hannover 96750 Tsd.
Erik ThommyLinkes Mittelfeld24Fortuna DüsseldorfLeihe
Anto GrgicZentrales Mittelfeld22FC Sion890 Tsd.
Hans Nunoo SarpeiDefensives Mittelfeld20Greuther Fürth50 Tsd.
AiltonLinker Verteidiger24Qarabag AgdamLeihe
Alexander MeyerTorwart28Jahn Regensburgablösefrei
Leon DajakuStürmer18FC Bayern München1 Mio.

VfB Stuttgart: Neuzugang Philipp Klement verzichtet auf Bundesliga

  • Alter: 26
  • Vertrag bis: 2023
  • Position: Offensives Mittelfeld

Philipp Klement ist genau der Spielertyp, den sich Sportvorstand Thomas Hitzlsperger für den Neuanfang in der 2. Bundesliga vorgestellt hatte. Er wolle nur Spieler haben, "die hier wirklich sein wollen", sagte Hitzlsperger Ende Juni der Südwestpresse. Und Klement ist einer jener Neuzugänge, die Hitzlsperger das gezeigt haben.

"Der hätte mit Paderborn erste Liga spielen können, hat aber bei uns unterschrieben, obwohl wir gerade abgestiegen waren", sagte Hitzlsperger über den offensiven Mittelfeldspieler, der überhaupt einen großen Anteil am Bundesliga-Coup der Ostwestfalen hatte. 16 Tore schoss Klement in 31 Zweitligaspielen, bereitete darüber hinaus sieben Treffer vor.

Dass er sich dazu entschlossen hat, nicht mit dem SCP in die Bundesliga zu gehen, sondern mit dem VfB die Mission Wiederaufstieg anzugreifen, hatte für Klement in erster Linie perspektivische Gründe.

"Natürlich weiß niemand genau, was passiert [...]. Aus meiner Sicht hat aber alles für den VfB gesprochen, der in vielen Bereichen über andere Möglichkeiten verfügt als mein Ex-Klub", erklärte Klement seine Entscheidung.

VfB Stuttgart holt PSG-Juwel Tanguy Coulibaly

  • Alter: 18
  • Vertrag bis: 2023
  • Position: Linksaußen

Tanguy Coulibaly kommt ablösefrei aus der U19 von Paris Saint-Germain zum VfB Stuttgart und hat kein Pflichtspiel für die Profis des französischen Meisters absolviert.

"Tanguy ist ein junger, talentierter Spieler, der technisch sehr gut ausgebildet ist und eine gute Geschwindigkeit mitbringt. Er ist variabel einsetzbar, kann sowohl auf den Außenbahnen und im Angriffszentrum agieren. Wir wollen seine Entwicklung kontinuierlich fördern und freuen uns, dass er sich für den VfB Stuttgart entschieden hat", sagte Sportvorstand Sven Mislintat.

Coulibaly selbst habe sich für einen Wechsel ins Ländle entschieden, "weil ich davon überzeugt bin, dass ich mich hier sehr gut weiterentwickeln kann. Ich möchte mithelfen, die Ziele des Vereins zu erreichen, und danke den Verantwortlichen des VfB für das Vertrauen, das sie mir entgegenbringen."

VfB Stuttgart: Sasa Kalajdzic als junge Gomez-Alternative

  • Alter: 22
  • Vertrag bis: 2023
  • Position: Linksaußen

2,5 Millionen Euro ließ sich der VfB Stuttgart die Dienste von Sasa Kalajdzic kosten. Damit ist der zwei Meter große Mittelstürmer gemeinsam mit Philipp Klement der bis dato teuerste Sommertransfer des VfB. Obwohl Kalajdzic in der vergangenen Saison mit zwei schweren Verletzungen zu kämpfen hatte (Mittelfußbruch, Syndesmosebandriss), empfahl er sich mit einer beeindruckenden Torquote in der Rückrunde (12 Spiele, 7 Tore) für höhere Aufgaben als die österreichische Bundesliga bei Admira Wacker.

"Wir freuen uns sehr, dass sich Sasa trotz zahlreicher Angebote von anderen Vereinen für den VfB entschieden hat", kommentierte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. "Sasa konnte seine Qualitäten nicht nur in der österreichischen Bundesliga unter Beweis stellen, sondern auch zuletzt bei der U21-Europameisterschaft in Italien. Wir sind davon überzeugt, dass er sich schnell zu einem wichtigen Faktor in unserer Offensive entwickeln wird."

Bei der U21-EM in Italien stand Kalajdzic lediglich im abschließenden Gruppenspiel gegen die DFB-Auswahl in der Startelf, holte dort jedoch den Elfmeter zum Ausgleich für die Österreicher heraus.

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