Fussball

FC Ingolstadt: Fanbus überfallen - Schanzer verurteilen Übergriffe

SID
Tomas Oral kämpft mit dem FC Ingolstadt noch um den Klassenerhalt in Liga zwei.

Der FC Ingolstadt hat den Klassenerhalt dicht vor Augen. Ein Überfall auf Fans und Vereinsmitarbeiter des FCI sorgte am Freitagabend für Aufregung.

Thomas Linke warnte vor allzu großer Euphorie. "Wir führen zur Halbzeit - nicht mehr und nicht weniger", sagte der Sportchef des Fußball-Zweitligisten FC Ingolstadt. Die Schanzer hatten mit dem 2:1 (1:0) im Relegations-Hinspiel beim SV Wehen Wiesbaden einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib getan.

Im Rückspiel am Dienstag (18.15 Uhr im LIVETICKER) gegen die Hessen müsse der FCI "so konzentriert sein, dass wir die entscheidenden Situationen für uns entscheiden, um als Sieger vom Platz zu gehen", betonte Linke. Das Gegentor in letzter Sekunde durch Daniel-Kofi Kyereh (90.+6) verhinderte, dass sich der Tabellen-16. der regulären Zweitliga-Saison entspannter auf das zweite Duell gegen den Drittliga-Dritten vorbereiten kann.

"Das schärft die Sinne", meinte Trainer Tomas Oral, der sieben Spiele vor Saisonende den erfolglosen Jens Keller abgelöst und Ingolstadt mit einer Siegesserie (16 Punkte) noch auf den Relegationsplatz geführt hatte: "Wir haben das oft genug gesehen. Wenn man sich zu sicher fühlt, kann es passieren, dass es in die andere Richtung geht."

Darmstadt 98 als Vorbild für Wehen Wiesbaden

Als Vorbild für die tapfer kämpfenden Wiesbadener gilt Darmstadt 98, das vor fünf Jahren in der Relegation im eigenen Stadion sogar 1:3 gegen Zweitligist Arminia Bielefeld verlor, im Rückspiel aber das "Lilien-Wunder" (4:2) vollbrachte. Seit 2009 hat sich in den Entscheidungsspielen insgesamt siebenmal der Drittligist durchgesetzt.

"Wir werden in Ingolstadt alles in unserer Macht Stehende versuchen", sagte Wehens Trainer Rüdiger Rehm: "Vielleicht haben wir dann die paar Momente, die man braucht in Fußballspielen, damit es in die andere Richtung kippt."

Überfälle auf Fanbus "feige, beschämend und einfach nur traurig"

Für Aufregung sorgten bei den Ingolstädtern die Überfälle auf einen Fanbus und einen Bus mit Mitarbeitern am Freitagabend. Als "feige, beschämend und einfach nur traurig" bezeichnete der Klub die Vorfälle. 30 blau-weiß maskierte Personen hatten die Busse an der Raststätte Haidt Süd kurz hinter Würzburg überfallen.

"Was hier vorgefallen ist, kann einfach nicht sein, so ein Verhalten ist nicht zu akzeptieren. Wir verurteilen das, was diese vermeintlichen 'Fußball-Fans' getan haben, aufs Schärfste und werden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um sie zu identifizieren", sagte FCI-Geschäftsführer Franz Spitzauer.

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