Fussball

Niederlage nach Platzverweisen: HSV muss um Tabellenführung bangen

SID
Marco Grüttner gelang der späte Siegtreffer gegen den HSV.
© getty

Der Hamburger SV hat am 23. Spieltag der 2. Liga im Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei Jahn Regensburg unterlag der Tabellenführer nach einem Platzverweis von Orel Mangala (69.) und von Vasilije Janjicic (90.+2) mit 1:2 (1:0).

Sargis Adamyan gelang fünf Minuten nach Gelb-Rot für Mangala der Ausgleich (74.) für die zuletzt in drei Spielen torlosen Gastgeber, Marco Grüttner erzielte den Siegtreffer (81.). In der Nachspielzeit flog auch noch Janjicic nach einer Notbremse vom Platz.

Verfolger 1. FC Köln kann nun am Mittwoch mit einem Sieg im Nachholspiel bei Erzgebirge Aue am HSV vorbeiziehen. Dessen Abstand auf Union Berlin auf Rang drei beträgt nun nur noch drei Punkte.

Die lange Zeit souverän wirkenden Hamburger waren vor 15.211 Zuschauern im ausverkauften Regensburger Stadion dank eines Treffers von Abwehrspieler David Bates in Führung gegangen (16.), versäumten es dann aber, in der umkämpften Begegnung in der zweiten Halbzeit nachzulegen.

Jahn gewann bereits das Hinspiel gegen den HSV

Der Jahn, der die Hamburger im Hinspiel mit 5:0 gedemütigt hatte, war mit der ersten bemerkenswerten Chance des Spiels in Rückstand geraten. Nach einem Freistoß von Douglas Santos bekamen die Gastgeber den Ball nicht aus dem Strafraum, nachdem Torhüter Philipp Pentke den Schuss von Hwang Hee Chan noch abwehren konnte, staubte Bates ab.

Grüttner besaß in einer umkämpften Begegnung den Ausgleich (29.), mit der Führung im Rücken spielte der HSV zunächst lange clever. Allerdings versäumten es die Hamburger, ihre Führung auszubauen. Regensburg hielt unverdrossen dagegen und nutzte den berechtigten Platzverweis von Mangala seinerseits ohne Kompromisse aus.

Aue verpasst Sieg gegen Schlusslicht Duisburg

Erzgebirge Aue hat einen Sieg gegen Tabellenschlusslicht MSV Duisburg verpasst. Die Sachsen kamen gegen die Zebras über ein torloses Remis nicht hinaus. Mit 26 Punkten rangiert Aue allerdings neun Punkte vor den Abstiegsrängen.

Der MSV konnte zwar eine Negativserie von drei Pleiten in Folge stoppen, allerdings reichte der Punkt nicht, um die Rote Laterne abzugeben. In der Schlussphase sah Lukas Fröde wegen groben Foulspiels die Rote Karte (86.). Für Aue bleiben die Duisburger ein Angstgegner in Heimspielen. Der FC Erzgebirge konnte von acht Partien zu Hause nur zwei gegen die Meidericher gewinnen.

Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken des Spiels. Für die Zuschauer gab es wenig Unterhaltsames, Torchancen blieben Mangelware. Erst in der 67. Minute gab es die erste wirkliche Gelegenheit im Spiel.

Duisburgs Dustin Bomheuer bediente per Kopfballvorlage Fröde. Dieser zwang Aues Torwart und Kapitän Martin Männel per Seitfallzieher zu einer Glanzparade. Die Duisburger, mit 41 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga, konnten in Aue allerdings in der Abwehr durchaus überzeugen. Die Gäste spielten diszipliniert und ließen die Erzgebirgler kaum zur Entfaltung kommen.

Kein Sieger zwischen Magdeburg und Paderborn

Der 1. FC Magdeburg hat seinen Aufwärtstrend bestätigt, einen weiteren Sieg aber verpasst. Das Team von Trainer Michael Oenning trennte sich vom Mitaufsteiger SC Paderborn 1:1 (1:0) und bleibt damit auch im fünften Spiel nach der Winterpause ungeschlagen. Paderborn musste nach drei Siegen erstmals wieder Punkte abgeben.

Rico Preißinger (13.) brachte die Gastgeber in Führung, Kapitän Uwe Hünemeier glich aus (70.). Magdeburg hat als Tabellen-15. nun drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Paderborn bleibt mit 38 Punkten Siebter, drei Punkte hinter dem Tabellendritten Union Berlin.

Vor 20.201 Zuschauern begann Paderborn mit viel Schwung, die zweitbeste Offensive der Liga war direkt um Spielkontrolle bemüht. Zwingende Chancen gab es in der Anfangsphase jedoch nicht. Umso überraschender war die Führung für die Gastgeber durch Preißinger, der mit einem Schuss aus 20 Metern traf. Magdeburg spielte danach mutiger, Paderborn brauchte etwas Zeit, um wieder in die Spur zu finden.

Nach der Pause erhöhte Paderborn den Druck, Magdeburg gelang aber immer wieder Entlastung. Sven Michel (56.) vergab die beste Gelegenheit zum Ausgleich, als er freistehend aus wenigen Metern am Tor vorbeischoss. Wieder Michel vergab einen Abstauber nach Patzer von Magdeburgs Torwart Giorgi Loria (67.). Hünemeier belohnte den Paderborner Dauerdruck mit einem Direktschuss nach Flanke von Sebastian Vasiliadis.

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