Fussball

Münchner Pfarrer geht auf Ismaik los

Von SPOX
Hasan Ismaik wurde von einem Pfarrer verbal angegangen

Der katholische Pfarrer Rainer Maria Schießler hat nach dem Untergang von 1860 München Hasan Ismaik kritisiert. Gleichzeitig rief der bekennende Löwen-Fan die 1860-Anhänger dazu auf, dem Klub treu zu bleiben.

Ismaik, der den Klub einst mit dem Einsatz von vielen Millionen gerettet hatte, sei bereits bei seinem Antritt als 1860-Investor nicht als "Licht aus dem Osten" betrachtet worden, schrieb Schießler in einem offenen Brief: "Im Grunde genommen begann die babylonische Gefangenschaft bereits zu diesem Zeitpunkt und nicht erst heute."

Zur Erklärung: Die babylonische Gefangenschaft bezeichnet in der Geschichte der katholischen Kirche eine Zeit im 14. Jahrhundert, in der unter dem Druck der französischen Krone sieben Päpste ihren Sitz in Avignon und nicht in der eigentlichen Hauptstadt Rom hatten.

"Das Trauerspiel der letzten Jahre wird wohl kein eingefleischter Fan als seine Geliebte bezeichnen können", schrieb der Stadtpfarrer von Sankt Maximilian und Heilig Geist weiter: "Erinnern wir uns doch lieber an die früheren besseren Tage, an den damaligen Aufstieg von der Regionalliga in die erste Liga und sammeln wir aus den Träumen neue Kräfte für einen dringenden Neuanfang."

Weiter forderte Schießler die Löwen-Fans dazu auf, dem Verein treu zu bleiben: "Gerade in der Not braucht man Freunde, oder wie Jesus von Nazareth sagt: 'Die Kranken zu heilen bin ich gekommen, nicht die Gesunden'. Wenn dieser Verein mit seiner großen Geschichte einen unverlierbaren Wert hat, dann wird er auch irgendwann wieder zu alter Größe aufsteigen."

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