Sonntag, 09.10.2016

VfB Stuttgart: Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlastet

Dietrich nur knapp zum VfB-Präsidenten gewählt

Wolfgang Dietrich ist neuer Präsident des VfB Stuttgart. Mit allerdings lediglich 57,2 Prozent Zustimmung wurde der einzige Kandidat für die Nachfolge des im Mai zurückgetretenen Bernd Wahler am Sonntag bei der hitzigen Mitgliederversammlung in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle zum neuen Klubboss des Bundesliga-Absteigers gewählt.

Er freue sich, "der Präsident aller zu werden - auch derer, die mich heute Spalter nennen", sagte der 68-Jährige bei seiner Antrittsrede, die von Unmutsbekundungen der Ultras begleitet wurde. Er wolle "weniger schwätzen , mehr machen", versprach Dietrich, der ein Hauptaugenmerk seiner Präsidentschaft auf die Jugendarbeit legen möchte: "Wir wollen hier wieder die Nummer eins in Deutschland werden."

Die Mannschaft und der neue Trainer Hannes Wolf wurden von den Mitgliedern dagegen mit euphorischem Beifall empfangen.

Ansonsten machte die knappe Mehrheit der stimmberechtigten Anhänger ihrem Ärger über die sportliche Talfahrt des fünfmaligen Meisters Luft: 52,1 Prozent verweigerten dem Vorstand sowie dem Aufsichtsrat wie im vergangenen Jahr die Entlastung. Dadurch könnte der Verein theoretisch Schadensersatzansprüche gegen diese Gremien geltend machen. Ein Antrag der Ultras auf Abwahl des Aufsichtsrates wurde indes klar abgelehnt.

Positive Zahlen präsentierte derweil Finanzvorstand Stefan Heim. Dank Erträgen in Höhe von insgesamt 125,5 Millionen Euro schloss der VfB das Geschäftsjahr 2015 mit einem Gewinn von 2,0 Millionen Euro ab, das Vereinsvermögen stieg auf 11,6 Millionen Euro. Gleichzeitig prophezeite Heim wegen des Abstiegs aber einen Rückgang der Erträge (ohne Transfererlöse) von mehr als 50 Millionen Euro.

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