Sulu: "Müssen gallisches Dorf sein"

SID
Donnerstag, 08.09.2016 | 08:33 Uhr
Aytac Sulu ist zuversichtlich für die aktuelle Saison
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Der SV Darmstadt 98 geht in die zweite Saison im Oberhaus. Wirklich angepasst haben sich die Lilien noch immer nicht, nun steht das Derby gegen Eintracht Frankfurt an. Abwehrchef Aytac Sulu ist zuversichtlich - für Spiel und Saison.

Der SV Darmstadt 98 in der Bundesliga. Noch immer kein gewöhnliches Szenario. Abwehrchef Aytac Sulu zeigt sich im kicker dennoch durchaus zuversichtlich, was das Ziel Klassenerhalt angeht: "Jedem ist bewusst, dass wir wieder ein gallisches Dorf sein müssen." Dennoch wird es wohl schwerer werden: "Es ist davon auszugehen, dass es ein Stück weit länger dauern wird als die vergangenen Jahre, weil wir sehr viele Spieler dazubekommen haben, die auch teils die Sprache nicht gut beherrschen."

Vor dem Derby mit Eintracht Frankfurt am Samstag sieht er die Lilien dennoch nicht mehr in der ganz großen Außenseiterrolle: "Eine richtige Überraschung wäre, wenn wir zum Beispiel Dortmund besiegen. Wir sind selbstbewusst genug zu sagen, dass wir gegen Frankfurt punkten können." Sollte Darmstadt siegen, ist mit Pfiffen zu rechnen. Für ihn kein Problem: "Mir macht es Spaß, wenn die Leute mich auspfeifen oder etwas Negatives von der Tribüne rufen, dann weiß ich, dass ich einigermaßen gut spiele."

"Psychospielchen anderer Klubs"

Dennoch ist besonders am 2. Spieltag für Darmstadt noch Einspielen angesagt. Die Zu- und Abgänge waren zahlreich, dazu kam ein neuer Trainer. Sulu selbst blieb: "Ich kann mit Darmstadt in der Bundesliga spielen und mit dem Gehalt meine Familie ernähren. Ich bin seit drei Jahren am Böllenfalltor und habe den Verein mit dahin gebracht, wo er jetzt ist."

Anderen Spielern ihren Wechsel oder entsprechende Gedanken krumm nehmen, tut er trotzdem nicht. "Das sind stinknormale Sachen, die im Fußballgeschäft überall in Europa passieren", will Sulu Slobodan Rajkovic oder Marcel Heller nicht an den Pranger stellen. Wenngleich er sich als Kapitän um sie sorgte: "Man will die Mitspieler auch sensibilisieren, was dieses Thema betrifft, welche Psychospielchen andere Klubs unter Umständen machen.

Aytac Sulu im Steckbrief

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