Paderborn droht erneuter Abstieg

SID
Freitag, 13.05.2016 | 12:22 Uhr
Rene Müller hat den Trainerposten bei Paderborn von Stefan Effenberg übernommen
© getty
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Wo Stefan Effenberg das dramatische Abstiegsfinale in der 2. Liga am Sonntag verfolgen wird, ist nicht bekannt. Der Name des Tigers ist in Paderborn aber immer noch allgegenwärtig.

Der Anfang März bei den Ostwestfalen entlassene Ex-Nationalspieler gilt als großes Missverständnis einer Saison, die für den SCP nur ein Jahr nach dem unglücklichen Bundesliga-Abstieg in der Drittklassigkeit enden könnte.

Paderborn (28 Punkte) hat vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg als Tabellenschlusslicht gegenüber dem MSV Duisburg und dem FSV Frankfurt (beide 29) die schlechtesten Karten und das Schicksal nicht mehr in der eigenen Hand. "Wir müssen jetzt einfach unsere Hausaufgaben machen und gegen Nürnberg gewinnen. Und dann sehen, was die anderen machen", sagte Trainer René Müller.

Die desaströse Heimbilanz, der letzte Sieg gelang am 16. Oktober, spricht gegen den SCP. Ein Vorteil könnte allerdings sein, dass Gegner Nürnberg als feststehender Dritter vier Tage später in der Relegation gegen den Tabellen-16. der Bundesliga um den Aufstieg kämpft und daher wohl den einen oder anderen Stammspieler schonen wird.

Sechs Pleiten in Serie für Frankfurt

Ähnlich wie in Paderborn zeigt auch der Trend beim FSV Frankfurt vor dem abschließenden Spiel gegen 1860 München bedenklich nach unten. Nach sechs Niederlagen in Folge ist für den Vorletzten nur noch die Relegation gegen die Würzburger Kickers möglich.

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"Wir sind erst abgestiegen, wenn wir es nicht mehr schaffen können. Ich kämpfe bis zur letzten Patrone. Wir werden es noch schaffen. Die Mannschaft muss nur endlich mal ihre Hausaufgaben machen. Das haben sie seit Wochen nicht mehr gemacht", sagte FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger. Der bisher erfolglose Trainer Falko Götz bezog mit seiner Mannschaft vor dem entscheidenden Spiel ein Trainingslager in Bad Kreuznach.

Duisburg im Aufwind

Vier Tore besser als der FSV steht der MSV Duisburg da. Nach einer famosen Aufholjagd mit 16 Punkten aus den vergangenen zehn Spielen ist der Glaube an die Rettung bei den Zebras vor dem Duell mit Aufsteiger RB Leipzig groß. "Was wir in den letzten Monaten geleistet haben, verdient Respekt. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft", sagte Trainer Ilja Grujew:

"Wir haben es geschafft, gegen Leipzig alles in der eigenen Hand zu haben, denn wir haben Leidenschaft gezeigt und immer bis zum Ende gekämpft." Weiterer Pluspunkt für den MSV: Leipzig befindet sich nach dem Aufstieg seit einer Woche im Feiermodus, der allerletzte Wille wird den Sachsen vielleicht fehlen.

Alles in eigener Hand und die beste Ausgangssituation hat Fortuna Düsseldorf (32). Schon ein Zähler bei Eintracht Braunschweig reicht zur Rettung des Traditionsvereins, der eigentlich um den Aufstieg mitspielen wollte. "Jetzt schon loszufeiern, wäre dennoch das Falscheste. Fußball ist manchmal verrückt, deshalb müssen wir aufpassen", sagte Routinier Oliver Fink.

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